Klubobmann Ing. Mahr und NAbg. Mag. Schrangl: Erfassung der Anzahl an Kinderehen längst überfällig

FPÖ-Antrag auf oö. Anregung im Nationalrat – Resolution im Oö. Landtag in Verhandlung

„Eine zu frühe Eheschließung beeinträchtigt die Entwicklung junger Menschen. Deshalb sind Kinderehen in unserem Land strikt verboten. Jedoch steigt Medienberichten zufolge die Dunkelziffer mit zunehmendem Tempo“, sieht Klubobmann Herwig Mahr dringenden Handlungsbedarf gegen versteckte Kinderehen. „In erster Instanz ist eine entsprechende Statistik unausweichlich“, ist Mahr überzeugt.

Maßnahmen auf Bundesebene verschlafen

„Der freiheitliche Parlamentsklub setzt sich seit längerem mit dieser Materie auseinander. Hinsichtlich der in Österreich bestehenden Kinderehen liegen noch immer keine Daten vor. Bereits in der Vergangenheit angefragte Bundesminister sehen sich weder in der Ziehung, noch ergreifen sie entsprechende Maßnahmen“, kritisiert der FPÖ-Nationalrat Philipp Schrangl die offensichtlich blauäugige Bundespolitik.

Deutschland macht es vor

Im Vergleich zu Österreich wurden in Deutschland bereits Zahlen veröffentlicht. Mit Juli 2016 waren dort 1.475 minderjährige Ausländerinnen als verheiratet registriert. 994 der Verheirateten waren zwischen 16 und 18 Jahre alt, 361 verheiratete Kinder jünger als 14 Jahre. In Deutschland und anderen europäischen Ländern hat sich dieses Problem mit der anhaltenden Einwanderungskrise verschärft. Deutsche SOS-Kinderdörfer beklagen die drastisch angestiegene Anzahl an zwangsverheirateten Mädchen in Asylwerberunterkünften. „Es ist nicht nachzuvollziehen, warum es keinerlei Daten über Ausmaß und Praxis von Kinderehen in Österreich gibt“, fordern die zwei Freiheitlichen abschließend eine rasche Reaktion der Bundesregierung.