Klubobmann Ing. Mahr: Müssen bei Mindestlohndebatte aufpassen!

Steigerungs- und Inflationsspirale brächte noch mehr Probleme – Wirtschaft, Gehältern und Arbeitsmarkt kann auch anders nachgeholfen werden

„Der Ruf nach einem höheren gesetzlichen Mindestlohn ist verlockend“, ist sich der oberösterreichische FPÖ-Klubobmann Ing. Herwig Mahr bewusst. „Jedoch wird ein über den Kamm geschorener Mindestlohn von 1.500 Euro wenig helfen. Er könnte sogar Arbeitsplätze in Branchen gefährden, in denen die Extrakosten nicht an den Markt weitergegeben werden können.“

Selbst für die anspruchslosesten Tätigkeiten würden 1.500 Euro Mindestlohn für den Unternehmer 2.282 Euro im Monat bedeuten. „Aus ökonomischer Sicht werden vor allem KMUs dann gezwungen auf solche Anhebungen zu reagieren. Wodurch eine Steigerungs- und Inflationsspirale in Bewegung gesetzt werden wird. Denn die nächste, von den Grünen bereits gestellte Forderung würde bereits lauten 1.700 Euro“, so Mahr.

„Österreichische Arbeitnehmer dürfen aber nicht im Regen stehen gelassen werden“, stellt Mahr unmissverständlich klar. „Für soziale Härtefälle gibt es bereits Transferzahlungen.“

Statt die Wirtschaft zu schädigen, fordert Mahr daher erstens die Lohnnebenkosten wirklich effektiv zu senken. „Damit hätten Arbeitgeber mehr Spielraum für Löhne und Gehälter.“

Zweitens erinnert Mahr an die größte Steuersenkungsforderung der FPÖ: „Die Kalte Progression – die versteckte Inflationsbesteuerung – muss endlich gänzlich abgeschafft werden. Dazu bräuchte es nur eine minimale Änderung des Einkommensteuergesetzes.“

„Stattdessen wurde uns vom Finanzminister eine unnötig komplizierte teilweise Milderung als Meilenstein verkauft. In Wahrheit wollte er sein ‚Körberlgeld‘ behalten“, kritisiert Mahr abschließend die ‚Placeboshow‘ des ÖVP-Finanzministers.