Klubobmann Mag. Steinkellner: FPÖ-Ärzteinitiativen machen der ÖVP Druck

Aktuelle Zahlen über den Ärztemangel erfordern rasche Umsetzung der freiheitlichen Anträge im Unterausschuss

„Dass sich Landeshauptmann Dr. Pühringer mit der FPÖ-Forderung nach verpflichtenden Lehrpraxen für Allgemeinmediziner anfreunden kann, freut uns“, nimmt FPÖ-Klubobmann Mag. Günther Steinkellner Stellung zur heutigen Pressekonferenz des ÖVP-Gesundheitsreferenten betreffend Maßnahmen gegen den vorherrschenden Ärztemangel. „Die FPÖ hat bereits drei weitere dahingehende Anträge eingebracht, die die prekäre Situation entschärfen könnten.“

Im Rahmen ihrer Ausbildung sollen – wenn es nach der FPÖ geht – Jungmediziner künftig eines von drei Jahren ihrer Ausbildung zum Allgemeinmediziner verpflichtend in einer Lehrpraxis absolvieren. „So lernen sie die Arbeit schätzen und würden eventuell in diesem Bereich verbleiben“, so Steinkellner.

Weiters beantragten die Freiheitlichen eine Begrenzung der durchgehenden Dienstzeiten von Medizinern auf maximal 25 Stunden. „Hier muss dringend etwas geschehen. Arbeitszeiten bis zu 30 Stunden oder deutlich mehr, der stetig steigende Arbeitsdruck, eine schlechte Vereinbarkeit von Beruf und Familien sind Gründe für junge Mediziner, in die Nachbarländer abzuwandern“, argumentiert Steinkellner. „Auch mit dieser Thematik will man sich im Unterausschuss befassen.“

Leider abgelehnt wurde das von den Freiheitlichen geforderte Förderstipendium für Medizinstudenten: „Ärzte, die nach dem Studienabschluss für einen gewissen Zeitraum den Patienten in Oberösterreich zur Verfügung stehen, erhalten während ihrer Ausbildung ein Stipendium“, so Steinkellner, der sich über die Ablehnung verwundert zeigt. „Um den bereits bestehenden Ärztemangel zu bremsen, werden wir diese Forderung aufrecht erhalten. Weiters erwarten wir, dass die freiheitlichen Initiativen eine positive und rasche Erledigung erfahren!