Kriminalität: Trotz Statistik steigt die Angst

Letztes Jahr gab es in Oberösterreich über 60.000 Anzeigen. Das belegt die gestern vom Bundeskriminalamt präsentierte Statistik. Doch trotz leichtem Rückgang wächst die Angst.

1,8 Prozent beträgt der Rückgang der angezeigten Straftaten. Gleichzeitig stiegen die Wohnungseinbrüche jedoch um 25 Prozent. Auch die Anzeigen wegen Schlepperei waren um 85 Prozent höher als 2014. Besonders im Bezirk Eferding gab es zudem vermehrt Körperverletzungen, gefährliche Drohungen und Suchtgiftdelikte. Rückgänge gab es speziell im Bereich der Wirtschafts- und Cyberkriminalität.

Auffällig ist dabei die Herkunft der Täter. So wurde zwischen 2003 bis 2014 im gesamten Bundesgebiet jeder zweite Asylwerber angezeigt. Auch hier gab es 2015 einen leichten Rückgang. Dies sei jedoch kein Grund zur Entspannung, betont der freiheitliche Sicherheitslandesrat Elmar Podgorschek. „Die Situation hat sich in den ersten Monaten 2016 bereits geändert. Unsere Polizei wird in den kommenden Monaten gefordert sein, dass sich die Statistik für das Jahr 2016 nicht eklatant verschlechtert.“

Zentrales Problem seien neben der hohen Ausländerkriminalität besonders die mangelnden Konsequenzen für die Straftäter. „Für straffällige Asylwerber muss es härtere Strafen als bisher geben. Das können auch Abschiebungen sein. Wir müssen hier endlich klare Zeichen setzen“, fordert Podgorschek.