LAbg. Ing. Graf zu Grünem Bericht: Rückgang von landwirtschaftlichen Betrieben geht unaufhaltsam weiter

Weichen für unsere Bauern müssen auf Zukunft gestellt werden 

„Aus dem Grünen Bericht geht ganz klar hervor, dass die landwirtschaftlichen Betriebe seit dem EU-Beitritt im Jahr 1995 um 38 Prozent zurückgegangen sind“, stellt der Agrarsprecher der FPÖ-Oberösterreich, LAbg. Ing. Franz Graf, fest.

„Aus dem Bericht ist weiters zu entnehmen, dass das landwirtschaftliche Einkommen endlich ein Plus von zehn Prozent aufweist. Das klingt auf den ersten Blick sehr gut. Auf den zweiten Blick relativiert sich das natürlich, wenn man die Jahre davor betrachtet, welche von 2012 bis 2015 in Summe ein Minus von 40 Prozent einbrachten“, weist Graf auf die unbefriedigende Situation der Einkünfte unserer Bauern hin.

„Positiv zu erwähnen ist, dass 19.500 Betriebe beim ÖPUL-Programm mitmachen. Das heißt, diese Betriebe sind auch bereit, durch Extensivierungsmaßnahmen noch umweltgerechter und wasserschonender zu produzieren und so ihren Beitrag für unsere Landwirtschaft und Umwelt leisten. Ich möchte auch darauf hinweisen, dass 4.400 Betriebe als Biobetriebe ihre Arbeit verrichten. Im Jahr 2016 gab es in Oberösterreich ca. 24.000 IVEKOS-Betriebe, welche an Maßnahmen im Rahmen der gemeinsamen europäischen Agrarpolitik teilnehmen“, zeigt Graf weiter auf.

„Leider sind die Weichen für unsere Bauern noch immer nicht auf Zukunft gestellt. Wichtige Maßnahmen wären den Binnenmarkt noch mehr zu stärken, die kleinen und mittleren Landwirte besser zu unterstützen, eine durchgängige Kennzeichnung der landwirtschaftlich erzeugten Lebensmittel und die Belastungswelle der vergangen Jahre im Sinne unserer Bauern zurückzunehmen, um die Qualitätslandwirtschaft wieder besser fördern zu können“, sagt Graf abschließend.