LAbg. Kroiß zu Schülerlotsen: Eltern zu Schulbeginn vor vollendente Tatsachen gestellt

Klare gesetzliche Regelung „Erwachsenenlotsen für Schulwegsicherung“ wird ignoriert

Mit Befremden mussten Eltern von Pflichtschulkindern in Vöcklabruck feststellen, dass die diesjährige Schulwegsicherung im Zuge eines Integrationsprojekts organisiert wird. Obwohl die gesetzliche Regelung diesen Bereich – Erwachsenenlotsen für Schulwegsicherung – klar regelt, setzten sich Schulleitung und Bürgermeister darüber hinweg, zeigt der Bezirksparteiobmann der FPÖ Vöcklabruck, LAbg. Rudolf Kroiß auf.

Auch der aktuelle Informationsfolder „Schülerlotsen/Erwachsenenlotsen“, herausgegeben von Land OÖ Verkehrssicherheit, Landesschulrat, AUVA, Landespolizeidirektion und Kuratorium für Verkehrssicherheit, wurde hier weitgehend ignoriert. In den Schreiben, das an alle Schulen und Gemeinden ausgeschickt worden ist, werden die Eignungsvoraussetzungen für den Erwachsenenlotsen für Oberösterreichs Schulwege unmissverständlich definiert:

  • Persönliche, fachliche und gesundheitliche Eignung
  • Vertrauenswürdigkeit und Zuverlässigkeit
  • Pünktlichkeit und Hilfsbereitschaft
  • Entsprechende Kenntnisse der deutschen Sprache
  • Entsprechende Kenntnisse der Straßenverkehrsordnung (StVO)
  • Führerschein B (österreichische Gültigkeit).

„Aus gutem Grund sind zahlreiche betroffene Bürger mit dem „Sicherheits-Placebo“ auf dem Schulweg ihrer Kinder nicht einverstanden und zeigen sich empört über die Vorgehensweise der politisch Verantwortlichen in Vöcklabruck. Es scheint, als wollten der Bürgermeister und die Schulleitung den rechtlichen Graubereich ausnutzen und zu Lasten der Bürger falsche Integrationspolitik durch die Hintertür salonfähig machen“, kritisiert Kroiß .

„Wir fordern daher die Einstellung dieses Projekts und eine Rückkehr zu den geltenden Richtlinien. Gerade bei gefährlichen Straßenquerungen in der Innenstadt braucht es unbedingt gut ausgebildete und geprüfte Erwachsenlotsen für den Schulweg. Denn genau das erwarten sich die Bürger von einer verantwortungsvollen Stadtpolitik“, fordert LAbg. Kroiß abschließend.