LAbg. Mag. Lackner: Erfolg der Frauen hängt nicht vom Binnen-I ab, FPÖ für Abschaffung

Großes „I“ im Wortinneren widerspricht Regeln der Rechtschreibung, erschwert die Lesbarkeit und führt zu skurrilen Wortkonstrukten

Die aktuelle Diskussion um die Abschaffung des Binnen-I schaffte es bis in den Oö. Landtag: „Die Freiheitlichen können mit dieser Form der Geschlechterbezeichnung nichts anfangen“, sagt FPÖ-Bildungssprecherin LAbg. Mag. Silke  Lackner. „Die Verwendung des großen ‚I‘ im Wortinneren widerspricht nicht nur den Regeln der Rechtschreibung, sondern erschwert die Lesbarkeit vieler Schriftstücke.“ Ein FPÖ-Antrag zur Abschaffung des Binnen-I wird jetzt im Ausschuss diskutiert.

„Aus Sicht des Normungsinstitutes gibt es keine Rechtschreibregel, die die Verwendung des Binnen-I rechtfertigt. Großbuchstaben gibt es nur am Wortanfang oder bei durchgehender Schreibweise in Blockbuchstaben“, argumentiert Lackner. „Dazu kommt es zu skurrilen Wortkonstrukten. Spricht man etwa von LehrerInnen, ist unklar, ob nun Lehrerinnen UND Lehrer gemeint sind oder Lehrerinnen ODER Lehrer.“

Zudem gibt es Worte, die für das Binnen-I völlig ungeeignet sind: Bekanntestes Beispiel ist etwa „Bürgermeister“. „Hier müsste es eigentlich BürgerInnen-meisterInnen heißen, was völlig absurd ist“, so Lackner. „Drei Binnen-I wie etwa bei BürgerInnen-meisterInnen-kandidatInnen machen das Wort definitiv unausprechbar.“

Die Freiheitlichen treten somit für die Abschaffung des Binnen-I ein. „Sinn macht es, die Geschlechter zu trennen und vollständig anzuführen. Das weibliche zuerst“, sagt Lackner. „Denn der Erfolg der Frauen hängt nicht vom Binnen-I ab, da die Probleme hier etwa bei der ungleichen Bezahlung von Frauen liegen. Diese Schreibweise wird dem weiblichen Geschlecht  wohl kaum zu einem höheren Gehalt verhelfen!“