LAbg. Prim. Dr. Povysil: Anzahl der Medizin-Studenten deutlich erhöhen

Studienplatzbeschränkung führte zu Rückgang um über 40 Prozent – FPÖ-Initiative im nächsten Landtag

„Die seit Wintersemester 2006/07 eingeführte Studienplatzbeschränkung des Studiums Humanmedizin an den Medizinischen Universitäten Wien, Graz und Innsbruck führte zu einem deutlichen Rückgang der Medizinstudenten“, sagt FPÖ-Gesundheitssprecherin LAbg. Dr. Brigitte Povysil. „Um dem bereits jetzt vorherrschenden Ärztemangel entgegen wirken zu können, fordere ich eine deutliche Erhöhung der Studierendenzahl an den Universitäten!“

„Waren es in den Jahren von 2000/01 bis 2006/07 noch um die 19.000 Studierenden, so reduzierte sich die Anzahl der Studenten im Jahr 2009/10 um über 40 Prozent auf lediglich 11.000 Studierende“, erläutert Povysil. „Das zeigt natürlich negative Auswirkungen! Das Ergebnis ist der bereits bestehende und noch weiter ansteigende  Ärztemangel. Schließlich werden aufgrund der bevorstehenden Pensionierungswelle in den kommenden Jahren immer mehr Mediziner fehlen. Dazu kommt die Abwanderung vieler Absolventen aus Österreich ins benachbarte Ausland. Die Anzahl der Studienplätze muss daher um mindestens 30 Prozent erhöht werden.“

„Eine derartige Studienplatzerhöhung ist eine wichtige Maßnahme zur Sicherstellung der medizinischen Versorgung auch in Zukunft“, so Povysil. „Wir haben die Errichtung der Medizinischen Fakultät in Linz als Initiative gegen den Ärztemangel unterstützt, nun fordern wir dringlich eine Erhöhung der Studienplätze für Medizinstudenten an allen österreichischen Universitäten“, kündigt Povysil einen entsprechenden Dringlichkeitsantrag für die nächste Landtagssitzung an.