LAbg. Prim. Dr. Povysil fordert rasche Maßnahmen im Impfsektor

FPÖ sieht Handlungsbedarf: Impfaufklärung stärker forcieren

„Masern sind keine harmlose Kinderkrankheit“, warnt die freiheitliche Gesundheitssprecherin, LAbg. Prim. Dr. Povysil, vor der ernstzunehmenden Krankheit. „Seit Beginn des Jahres wurden bereits mehr Masernfälle als im gesamten Vorjahr registriert. Vor allem Säuglinge und Kleinkinder gefährdet ein zu geringer Impfschutz der Älteren, solange sie selbst noch nicht geimpft werden können.“

„In manchen Fällen treten bei der Erkrankung zusätzliche Probleme auf. Jeder Fünfte kämpft mit zusätzlichen Komplikationen wie Mittelohr- und Lungenentzündung“, sieht Prim. Dr. Povysil dringenden Handlungsbedarf im Impfsektor und spricht den sogenannten Herdenschutz an: „Nur bei einer Durchimpfungsrate von über 95 Prozent kann man Übertragungen und Ausbrüche vermeiden. Impfungen sind nicht nur für den Erhalt der eigenen Gesundheit notwendig, sondern vermindern auch die Ansteckungsgefahr und sind damit ein Akt der Solidarität sowie Gesundheitsvorsorge für die gesamte österreichische Bevölkerung.“

„Vom Herdenschutz sind wir jedoch weit weg. Sechs Prozent der Zwei- Fünfjährigen, mehr als 20.000 Kinder, sind gar nicht gegen Masern geimpft. Etwa zehn Prozent haben nicht alle Teilimpfungen und sind somit nicht immunisiert. Hier sprechen wir von über 37.000 Schulkindern“, nennt Povysil aktuelle Zahlen.

„Ein verpflichtendes Impfgespräch für Eltern soll auf die Gefahren aufmerksam machen. Angesichts der stetig steigenden Zahlen und der Rückkehr bereits ausgerotteter Krankheiten müssen wir rasch tätig werden und Maßnahmen für die Gesundheit der Bevölkerung in unserem Land ergreifen“, fordert Povysil abschließend.