LAbg. Prim. Dr. Povysil: Grenzübergreifende Spitalskooperation mit Passau prüfen

Kinder und Jugendliche aus Schärding werden seit Schließung der Kinderabteilung im Bezirkskrankenhaus im benachbarten Passau medizinisch versorgt

„Im Rahmen der laufenden Spitalsreform II musste die Kinderabteilung des Krankenhauses Schärding geschlossen werden, die Kinder und Jugendlichen aus dem Bezirk werden seitdem in der ‚Kinderklinik Dritter Orden‘ in Passau medizinisch betreut“, sagt FPÖ-Gesundheitssprecherin LAbg. Prim. Dr. Brigitte Povysil. Wie sich diese grenzüberschreitende Versorgung auswirkt, wollen die Freiheitlichen nunmehr mittels schriftlicher Anfrage an Gesundheitsreferenten LH Dr. Pühringer eruieren.

Für die FPÖ ist beispielsweise erfragenswert, wie viele oberösterreichische Kinder und Jugendliche das Angebot der Betreuung im deutschen Spital bereits angenommen haben bzw. welche Diagnosen gestellt wurden. „Wir wollen auch wissen, ob es seit Beginn der Kooperation Beschwerden über die Versorgung gab“, argumentiert Povysil, die auch dem Kostenfaktor Bedeutung beimisst. „Welche Kosten sind dem Land OÖ bisher entstanden, welche finanziellen Aufwendungen bringen die Zukunft? Und vor allem: Wie hoch ist das Kostendämpfungspotential für das Land OÖ durch die Schließung der Kindereinrichtung im Krankenhaus Schärding?“

„Wir sehen der Beantwortung mit Interesse entgegen. Denn die Voraussetzung für eine Spitalsreform war ja die Gewährleistung der bestmöglichen gesundheitlichen Versorgung der Menschen in Oberösterreich“, so Povysil.