LAbg. Prim. Dr. Povysil: Landtag beschließt 20 Prozent mehr Studienplätze für Humanmedizin

Erhöhung der Studienplätze als weitere Maßnahme gegen den vorherrschenden Ärztemangel

„Bei diesem Thema herrscht heute im Landtag eine seltene Einigkeit“, freut sich FPÖ-Gesundheitssprecherin LAbg. Prim. Dr. Brigitte Povysil. „Mehr Ärzte braucht das Land! Und um dieses Ziel zu erreichen, ist unter anderem eben eine Erhöhung der Studienplätze für Humanmediziner an allen Universität ein Gebot der Stunde.“ Eine dementsprechende Resolution an den Bund wurde beschlossen.

Die Zahlen sprechen für sich: In den Fonds-Krankenanstalten gibt es aktuell 114 nicht besetzte Stellen bei den Medizinern, in den nächsten zehn Jahren gehen 50 Prozent der 2500 niedergelassenen Ärzte in Pension und die nach wie vor offenen Kassenstellen in Hallstatt, Mattighofen, Kallham und Neumarkt sprechen für sich. „Wir brauchen aber nicht nur mehr Mediziner, sondern auch bessere Arbeitsbedingungen für dieselben“, argumentiert Povysil. „Fast die Hälfte der jungen Mediziner verlässt Österreich, das muss uns zu denken geben. Wir brauchen dringend familienfreundlichere Bedingungen in diesem Bereich! Unsere Anträge dazu liegen in den Unterausschüssen.“

Ebenso einig wie bei der Erhöhung der Studienplätze waren sich die Fraktionen bei der Errichtung der Medizinischen Fakultät in Linz. Povysil: „Es kann aber nun nicht sein, dass die Gründung der Universitätsklinik auf die lange Bank geschoben wird, weil sich zwei Parteien bei der Finanzierung nicht einigen können. Studenten und Arbeitsgruppen stehen längst in den Startlöchern, aber leider geht nichts weiter. Ich appelliere an alle, hier so rasch als möglich weiter zu verhandeln – und zu handeln.“