LAbg. Prim. Dr. Povysil: Masterplan soll Patientenversorgung im ländlichen Raum sicherstellen

FPÖ-Initiative mit Schwerpunkt für Kindergesundheit gegen die Ausdünnung der medizinischen Versorgung am Land

Von der Ausdünnung im ländlichen Raum sind nicht nur Polizei, Gerichte und die Post betroffen. „Gerade im so wichtigen Gesundheitsbereich wird dieser negative Trend von Tag zu Tag stärker spürbar“, zeigt die freiheitliche Gesundheitssprecherin LAbg. Prim. Dr. Brigitte Povysil auf. „Sichtbar wird diese negative Entwicklung an der schwierigen Postenbesetzung von Landpraxen“, erklärt Povysil. „Seit Jänner 2012 wurde die Hausarztstelle in Mattighofen acht Mal ausgeschrieben“, so Povysil. „Dabei handelt es sich jedoch nicht um einen Einzelfall. Auch in Hallstatt, Kalham und Neumarkt laufen mangels Interesse wiederholt Ausschreibungen“, sieht Povysil dringenden Handlungsbedarf.

„Die Politik ist gefordert, die medizinische Versorgung der oberösterreichischen Bevölkerung sicherzustellen“, ist Povysil überzeugt. „Um dies zu gewährleisten, fordern wir angesichts der bedenklichen Entwicklungen einen Masterplan zur Patientenversorgung für den ländlichen Raum im niedergelassenen sowie auch im Spitalsbereich “, kündigt Povysil eine Initiative für die kommende Sitzung des Oö. Landtages an.

„Ein besonderes Augenmerk ist dabei auf die medizinische Versorgung von Kindern und Jugendlichen zu legen“, so Povysil. Dass dafür ein Bedarf gegeben ist, zeigen die aktuellen Vorkommnisse im LKH Vöcklabruck, in dem ein verletzter Bub wegen Überbelegung abgelehnt wurde. „Wir dürfen nicht länger zuwarten und dadurch die Patientenversorgung in unserem Land gefährden“, warnt Povysil. „Die Reduktion der Spitalsbetten im Kinderbereich im Rahmen der Spitalsreform in Oberösterreichdarf darf in keinem Fall zur Gefährdung unserer jüngsten Patienten führen“, so Povysil abschließend.