LAbg. Prim. Dr. Povysil: Nur gesunde Ärzte machen Patienten gesund

ÖVP und Grüne schieben längst notwendige Initiativen gegen Ärzte- und Pflegemangel im Oö. Landtag auf die lange Bank

„Der Ärztemangel ist eine Tatsache, die nicht mehr schön geredet werden kann. Maßgeblich dafür sind der steigende Arbeitsdruck, die erschwerten Arbeits- und Ausbildungsbedingungen sowie die schlechte Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Alles Gründe, warum immer weniger junge Leute diesen Beruf ergreifen“, zeigt Povysil auf. Um diesem Missstand entgegen zu wirken, sind die Arbeitsbedingungen der Ärzteschaft, insbesondere die überlangen Dienste, zu verbessern. „Deshalb fordern wir die Begrenzung der durchgehenden Dienstzeit auf 25 Stunden sowie eine verbindliche Regelung der Ruhezeiten“, führt Povysil an und sagt weiter: „Denn nur gesunde Ärzte können Patienten gesund machen.“

Neben den Ärzten trägt insbesondere das Pflegepersonal dazu bei, die qualitativ hochwertige Patientenversorgung in Oberösterreich aufrecht zu erhalten. „Aufgrund der Altersentwicklung der Gesellschaft wird der Pflegebereich immer wichtiger. Wir müssen rasch dem drohenden Pflegenotstand entgegen wirken und mit der attraktiveren Gestaltung des Pflegeberufs dem steigenden Bedarf gerecht werden“, begrüßt Povysil die Initiative zur notwendigen Verbesserung der Arbeitsbedingungen und Entlohnung von Pflegekräften im Landtag.

„Besonderen Handlungsbedarf sehen wir in folgenden Bereichen: Neben Pools zur Karenzvertretung sind bessere Ausstiegsszenarien für ältere Personen zu schaffen. Angesichts der demographischen Entwicklung sind das Berufsbild weiter zu entwickeln und ein Fokus auf den Bereich der Geriatrie zu legen. Zur Entlastung des Pflegepersonals sind darüber hinaus die Absolventenzahlen zu erhöhen.“ Verwundert zeigt sich Povysil über die Vorgehensweise von ÖVP und Grünen, die mit fadenscheinigen Argumenten gegen die offensichtliche Dringlichkeit der Anträge stimmen. „Bleibt zu hoffen, dass sie im Rahmen der Ausschüsse die Wichtigkeit dieser Themen erkennen und den vielen Worten nun endlich Taten folgen lassen.“