LAbg. Prim. Dr. Povysil: Studienplätze für Medizinstudenten müssen deutlich erhöht werden

Geltende Studienplatzbeschränkung sorgt für Rückgang der Studenten von 19.000 auf 11.000 – Antrag im Oö. Landtag

„Um den bereits jetzt vorherrschenden Ärztemangel in den Griff zu bekommen, muss die Studierendenzahl an den Universitäten deutlich erhöht werden“, nimmt FPÖ-Gesundheitssprecherin LAbg. Prim. Dr. Brigitte Povysil Bezug auf einen entsprechenden FPÖ-Antrag, der im morgigen Landtag behandelt werden wird. „Denn die seit dem Wintersemester 2006/2007 eingeführte Studienplatzbeschränkung wirkt sich ausgesprochen negativ aus!“

„In den Jahren 2000/01 bis 2006/07 waren es noch etwa 19.000 Studierende, im Jahr 2009/10 hat sich die Anzahl der Studenten bereits um über 40 Prozent auf nur noch 11.000 reduziert“, erläutert Povysil. „In Zeiten des Ärztemangels ist eine derartige Entwicklung kontraproduktiv. Die Situation wird sich nämlich aufgrund einer Pensionierungswelle in den nächsten Jahren noch weiter verschärfen. Auch die Abwanderung von 40 bis 45 Prozent der Absolventen ins benachbarte Ausland macht die Lage nicht gerade einfacher. Die Anzahl der Studienplätze muss deshalb um mindestens 20 Prozent erhöht werden.“

„Die Sicherstellung der medizinischen Versorgung in unserem Land hat absolute Priorität“, sagt Povysil. „Die Freiheitlichen haben die Errichtung einer Medizinischen Fakultät in Linz als Initiative gegen den Ärztemangel von Anfang an unterstützt, der nächste wichtige Schritt ist die Erhöhung der Studienplätze für Medizinstudenten!“