LAbg. Wall: Eltern im ländlichen Raum müssen weiterhin für Nachmittagsbetreuung ihrer Kinder zahlen

Bei eingeschränkten Kindergarten-Öffnungszeiten: FPÖ-Antrag für beitragsfreie Betreuung durch Tagesmütter von ÖVP, SPÖ und Grünen abgelehnt

„Wenn Landesrätin Hummer sagt, dass sich Familien durch den Gratis-Kindergarten 1.000 Euro pro Jahr ersparen, so trifft das auf Eltern in kleineren Gemeinden garantiert nicht zu“, kritisiert FPÖ-Familiensprecherin LAbg. Ulrike Wall bei der heutigen Debatte im Bildungsausschuss. „Wenn nämlich der Kindergarten am Nachmittag geschlossen ist und eine Tagesmutter zur weiteren Betreuung engagiert werden muss, so ist dafür zu bezahlen. Diese Ungerechtigkeit, die vor allem Familien im ländlichen Raum trifft, muss abgestellt werden!“ Leider sahen dies ÖVP, SPÖ und Grüne anders, der Antrag wurde abgelehnt – die betroffenen Eltern müssen weiterhin Beiträge leisten.

„Wir Freiheitlichen haben uns immer für ein letztes beitragsfreies Kindergartenjahr ausgesprochen. Der als Wahlzuckerl im Jahr 2009 eingeführte Gratiskindergarten steht nun aber allen Kindern bereits ab dem 30. Lebensmonat – ganztags, wenn geöffnet – zur Verfügung“, so Wall. „Daher erwarte ich, dass auch Alternativangebote bei eingeschränkten Öffnungszeiten die Eltern nicht finanziell belasten.“

Beispiel: Von 42 Rohrbacher Gemeinden haben nur zehn ihren Kindergarten von Montag bis Donnerstag mindestens acht Stunden geöffnet, der Großteil bleibt am Nachmittag geschlossen.

„Ich begrüße die Neuregelung, wonach Tagesmütter auch außer Haus bis zu fünf Kinder betreuen dürfen – etwa auch in den Räumlichkeiten des Kindergartens. Dass die Eltern in ländlichen Gemeinden jedoch dafür zahlen müssen, während in der Nachbargemeinde zehn Kinder am Nachmittag von einer Kindergartenpädagogin gratis betreut werden, ist unverständlich und ungerecht“, zeigt sich Wall über die Ablehnung des FPÖ-Antrags verärgert.