LAbg. Wall: Erschreckend hohe Sprachdefizite bei Migrantenkindern

Alarmierende Anfragebeantwortung spiegelt die nackten Tatsachen wieder

„Eine aktuelle schriftliche Anfragebeantwortung aus dem Bildungsressort spiegelt die nackten Tatsachen wieder. Von 2.938 an das Land Oberösterreich gemeldeten Kindern mit Sprachdefiziten im Arbeitsjahr 2013/14 haben 70 Prozent Deutsch nicht als ihre Muttersprache. Vor allem in den Ballungszentren Wels, Steyr, Linz und Linz Land liegen die Werte zwischen 80 und 86 Prozent – also noch eklatant höher. Dem muss dringend gegen gesteuert werden“, fordert heute die Familiensprecherin der OÖ Freiheitlichen, LAbg. Ulrike Wall.

Besonders auffällig sind die fehlenden Sprachkenntnisse bei Kindern, die nur das letzte verpflichtende Kindergartenjahr besuchen. Während im Herbst 2013 bei 73 Prozent der betroffenen Migrantenkindern Sprachdefizite festgestellt wurden, liegt der Anteil der Kinder mit deutscher Muttersprache bei nur 7,26 Prozent. „Es muss dringend etwas geschehen“, so Wall. „Diese drastischen Unterschiede müssen im Sinne der Kinder minimiert und Maßnahmen in die Wege geleitet werden. Daher setze ich mich schon seit Jahren vehement für eine flächendeckende, jährliche Sprachstandfeststellung bereits 27 Monate vor Schuleintritt und eine effizientere Sprachförderung unter verpflichtender Einbindung der Eltern ein. Unser Ziel muss sein, dass die Kinder vor Schuleintritt die deutsche Sprache beherrschen“, fordert Wall.