LAbg. Wall: FPÖ fordert generelles Vier-Augen-Prinzip bei Kindesabnahmen

Neues Oö. Kinder- und Jugendhilfegesetz steht heute zur Diskussion – FPÖ warnt vor Sozialexperimenten

Das neue Oö. Kinder- und Jugendhilfegesetz steht heute im Mittelpunkt der Diskussionen im gleichnamigen Unterausschuss. „In den letzten Jahren ist ein steigender Anteil von Kindern und Jugendlichen zu verzeichnen, die die entsprechenden Angebote in Anspruch nehmen, eine Evaluierung im Sinne des Kindeswohles ist unumgänglich“, sagt FPÖ-Sozialsprecherin LAbg. Ulrike Wall.

„Die begrenzten finanziellen Mittel müssen künftig optimal eingesetzt werden“, nimmt Wall Bezug auf Expertenaussagen über Schwächen in der pädagogischen Diagnostik, „teilweise würde bei den therapeutischen Angeboten ein Bedarf geschaffen, der nicht da ist. Es stellt sich nämlich die Frage, ob so manche Kinder mit der verordneten Therapie nicht schlichtweg überfordert sind.“

Die Freiheitlichen wollen die Kinder- und Jugendlichen vor Sozialexperimenten schützen, aber auch die in einem großen Spannungsfeld tätigen Sozialarbeiter unterstützen. „Notwendig ist daher die generelle Einführung eines Vier-Augen-Prinzips bei der Gefährdungsabklärung bzw. Kindesabnahmen. Unverzichtbar ist eine Überprüfung der Nachhaltigkeit und Wirkung der angeordneten Maßnahmen.“