LAbg. Wall kritisiert jahrelange Untätigkeit von SPÖ-Sozialreferenten im Pflegebereich

FPÖ ortet Polit-Show zu Lasten Pflegebedürftiger

Dass Fachsozialbetreuern in der Altenarbeit seit 1.1.2017 kein Fachkräftestipendium mehr zusteht, war für die freiheitliche Sozialsprecherin, LAbg. Ulrike Wall, „eine völlig unverständliche Entscheidung“. Dieses Berufsbild decke etwa 80 Prozent des Personals in der oberösterreichischen Altenpflege ab und müsse entsprechend unterstützt werden. Derzeit haben nur mehr die vorwiegend in Krankenhäusern eingesetzten diplomierten Pflegekräfte Anspruch auf das Stipendium.

„Während der Bedarf an Pflegepersonal steigt, wird es immer schwieriger, verfügbare Ausbildungsplätze zu besetzen. Darüber hinaus bricht rund ein Drittel die Ausbildung ab“, berichtet Wall. „Von 2015 bis 2040 ist sogar mit einem knapp 60-prozentigen Anstieg an Pflegebedürftigen zu rechnen.“

„Maßnahmen gegen den drohenden Personalnotstand im Pflegebereich sind das Gebot der Stunde“, betont Wall und zählt einige ihrer Forderungen auf: „Die Schaffung eines Pflege-Lehrberufs, finanzielle Anreize für Berufsum- und Wiedereinsteiger und der Zugang zum Fachkräftestipendium, wie es ihn bis Ende 2015 gab, sind längst vonnöten.“

„Die Schlechterstellung von Fachsozialbetreuern in der Altenarbeit wurde unter dem ehemaligen SPÖ-Sozialministers Stöger beschlossen. Wiederholt haben wir in der Vergangenheit im Landtag darauf aufmerksam gemacht. Von Soziallandesrätin Gerstorfer war zur damaligen Zeit wenig Anstrengung zur Verbesserung der Situation zu erkennen. Dass sie nun plötzlich öffentlich dazu aufruft, das Gesetz zu ändern, ist völlig unglaubwürdig und kommt leider mehr als ein Jahr zu spät“, kritisiert LAbg. Ulrike Wall abschließend die Polit-Show der SPÖ-Landesrätin.