LAbg. Wall: Maßnahmen für Finanzierbarkeit der Pflege auch auf Landesebene unausweichlich

FPÖ zur oö. Situation nach Abschaffung des Pflegeregresses

„Pflegebedürftige Menschen und deren Angehörige können aufatmen“, freut sich die freiheitliche Sozialsprecherin, LAbg. Ulrike Wall, über die Abschaffung des Pflegeregresses.

„Durch die Abschaffung des Pflegeregresses fehlen in Oberösterreich zwischen 20 und 25 Millionen Euro. Einen Ausgleich erwarte ich mir vor allem durch die Erhöhung des Pflegegeldes. Das beträgt durch die mangelnde Inflationsanpassung mittlerweile nur mehr rund ein Drittel seines ursprünglichen Wertes. Dieser Umstand erschwert die Pflege zuhause, treibt die Betroffenen in Altenheime und erfordert so immer größere Zuzahlungen aus der Sozialhilfe. Dabei handelt es sich um nichts anderes als eine Kostenverschiebung vom Bund zu den Ländern und  Gemeinden“, fordert Wall, und sieht hier vor allem die Bundesregierung in der Pflicht.

„Zur Finanzierbarkeit der Altenpflege sind auch Maßnahmen auf Landesebene notwendig“, sieht Wall die SPÖ-Landesrätin Gerstorfer gefordert. „Die groteske Situation, dass einerseits 400 Heimbetten leer stehen und andererseits 90 Millionen Euro Förderung für Altenheime offen sind, zeigt deutlichen Handlungsbedarf auf. Dringend notwendig sind eine bessere Bedarfsplanung und Steuerung, eine Forcierung der mobilen Betreuung und Pflege sowie die Schaffung von Synergien zwischen alternativen Betreuungsangeboten und Alten- und Pflegeheimen“, fordert Ulrike Wall abschließend.