LAbg. Wall: Neue ÖVP-Familienkampagne lässt wichtige Aspekte vermissen

Gepriesene Erhöhung der Familienbeihilfe ist Mogelpackung – Eltern am Land werden bei Kinderbetreuung nach wie vor benachteiligt

„Die heute von der ÖVP präsentierte neue Familienkampagne lässt einige wichtige Aspekte vermissen“, sagt FPÖ-Familiensprecherin LAbg. Ulrike Wall. „Die hoch gelobte Erhöhung der Familienbeihilfe von vier Prozent ist das Papier nicht wert, auf dem sie festgeschrieben ist. Dazu kommt, dass viele Eltern in ländlichen Gebieten für die Nachmittagsbetreuung ihrer Sprösslinge nach wie vor zahlen müssen. Diese Ungerechtigkeit gehört abgeschafft!“

„Die Familienbeihilfe wird für ein neunjähriges Kind um vier Prozent oder 4,50 Euro im Monat erhöht, das sind 27 Euro pro Jahr mehr im Geldbörsel. Parallel dazu schlägt sich die motorbezogene Versicherungssteuer eines Pkw mit 90 PS seit März bereits mit 2,94 Euro monatlich und 29,40 Euro im Jahr mehr zu Buche“, argumentiert Wall. „Das heißt, dass sich die Familienbeihilfe im heurigen Jahr infolge der Teuerung sogar verringert. Von einer echten Inflationsbereinigung sind wir also meilenweit entfernt!“

Weiters fehlt mir eine steuerliche Entlastung für Familien: „Ich fordere ein Familiensteuersplitting nach dem Vorbild Frankreich, dieses würde einen gerechten Ausgleich zwischen Familien und Kinderlosen schaffen. Das verstehe ich unter einem kinderfreundlichen Land!“

Auch bei der Kinderbetreuung herrschen für die FPÖ nach wie vor Mängel, Wall erwartet sich sowohl von Bund und Land mehr Geld für die Tageselternplätze. „Familien in ländlichen Gebieten, die ihre Kinder wegen mangelnder Kindergartenöffnungszeiten am Nachmittag von Tageseltern betreuen lassen, müssen dringend unterstützt werden. So wie der Gratiskindergarten soll in diesen Fällen auch die Tageselternbetreuung beitragsfrei sein.“