LAbg. Wall: Pflegende Angehörige durch geförderte Kurzzeitpflegeplätze entlasten

Die Betreuung muss gewährleistet sein, wenn pflegende Angehörige selbst ausfallen

„Etwa 80 Prozent aller Pflegebedürftigen werden zuhause von ihren Angehörigen betreut“, sagt FPÖ-Sozialsprecherin LAbg. Ulrike Wall. „Die Familie erspart mit ihren Betreuungs- und Pflegeleistungen dem Staat rund drei Milliarden Euro! Wenn nun die pflegenden Personen selbst verhindert sind, ist oft guter Rat teuer!“ Aus diesem Grund fordert die FPÖ in der nächsten Landtagssitzung, Kurzzeitpflegeplätze bis zu 90 Tagen pro Jahr zu fördern.

Die pflegenden Angehörigen gehen mit ihren Betreuung- und Pflegeleistungen oftmals an ihre körperlichen und seelischen Grenzen. „Dazu kommt die Sorge, wer die Pflege übernimmt, wenn man selbst (kurzfristig) ausfällt oder zeitweise nicht zur Verfügung steht“, argumentiert Wall. „Die Kosten für Kurzzeitpflegeplätze betragen etwa 100 Euro pro Tag, was für viele unleistbar ist. Ich fordere daher, dass den Familienangehörigen ein von der öffentlichen Hand geförderter Kurzzeitaufenthalt in einem Alten- und Pflegeheim aktiv und präventiv zur Entlastung angeboten wird.“

„Im Burgenland hat man längst erkannt, dass die finanzielle Förderung eines Kurzzeitpflegeplatzes nach Spitalsaufenthalten oder bei Verhinderung der sonst pflegenden Angehörigen ein wichtiger Beitrag zur längerfristigen Sicherstellung der familiären Betreuung ist“, so Wall. „Wir hoffen, dass die anderen Landtagsfraktionen in Oberösterreich die Notwendigkeit dieser Maßnahme erkennen und unserem Antrag zustimmen!“