LAbg. Wall: Sprachkenntnisse in Mutter-Kind-Pass festhalten -Landeshauptmann soll Druck in Wien machen

Aufnahme des verpflichtenden Sprachscreenings 2012 vom Oö. Landtag beschlossen – Bund bis dato untätig

„Eine steigende Anzahl von Kindern, die Defizite beim Sprechen oder mit der deutschen Sprache haben, erfordert möglichst frühe Maßnahmen. Eine optimale Möglichkeit, Auffälligkeiten zu erkennen, sind die Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen“, sagt FPÖ-Familiensprecherin LAbg. Ulrike Wall. „Derzeit ist jedoch lediglich vorgesehen, die Eltern nach den Kenntnissen ihrer Kinder zu befragen. Laut Sprachexperten eine ziemlich unnütze Sache!“

„In Oberösterreich führen erfreulicherweise etwa die Hälfte der Kinderärzte freiwillig einen vom Institut für Sprachneurologie der Barmherzigen Brüder entwickelten Test mit Kindern ab zwei Jahren durch und raten bei Bedarf zu entsprechenden Maßnahmen“, erläutert Wall. „Diese Untersuchung soll künftig für alle Kinder verbindlich sein und die Auszahlung des Mutter-Kind-Zuschusses an die Teilnahme an empfohlene Therapien gekoppelt werden. Es ist höchste Zeit, mit dieser Familienförderung einen Anreiz für die Eltern zu schaffen, den Bildungs- und Integrationsprozess ihrer Kinder zu unterstützen.“

Eine auf FPÖ-Initiative bereits 2012 vom Oö. Landtag beschlossene Resolution für die Aufnahme eines verpflichtenden Sprachscreenings in den Mutter-Kind-Pass fiel bei der Bundesregierung bis dato auf keinen fruchtbaren Boden“, bedauert Wall. „Im Interesse der Zukunftschancen der Kinder erwarte ich mir hier von Landeshauptmann Dr. Pühringer entsprechenden Druck in Richtung Wien. Eine Evaluierung des oberösterreichischen SPES-Projekts und die daraus zu ziehenden hoffentlich positiven Erkenntnisse sollen möglichst rasch zu einer flächendeckenden Umsetzung führen.“