Land macht Wohnbauförderung attraktiver

Rückgängig sind seit Jahren die Ansuchen auf Wohnbauförderung für Eigenheime. Die vorherrschende Niedrigzinspolitik ist dafür ein Mitgrund. „Dass das Zinsniveau aber nicht ewig auf diesem niedrigen Stand bleiben wird, darf wohl als sicher angenommen werden“, so der für den Wohnbau zuständige Landeshauptmannstellvertreter Manfred Haimbuchner (FPÖ). Es hätten sich die Anträge halbiert, die Baugenehmigungen seien aber weitgehend konstant geblieben.

Haimbuchner will nunmehr die „Flucht aus der Förderung“ stoppen und den Häuslbauern mehr Sicherheit geben. Generell sei es Ziel der Wohnbau- und Eigenheimförderung des Landes, mit stabilen Zinssätzen und Zinsobergrenzen Schutz vor unliebsamen Überraschungen am Kapitalmarkt zu bieten. Ab Jänner 2017 gibt es ein Fixzins-Darlehen um zwei Prozent, ein Prozent übernimmt das Land. „Mit dieser einzigartigen Kondition kommt beim Häuslbauer nur ein Prozent der Zinsen an“, nennt der FPÖ-Wohnbaureferent ein Beispiel: Eine Familie mit zwei Kindern könne ein gefördertes Darlehen in der Höhe von 74.000 Euro aufnehmen. Die monatliche Belastung wäre in diesem Fall 340 Euro.

„Häuslbauer dürfen die Risiken längerfristig Bankdarlehen nicht unterschätzen“, hebt Haimbuchner hervor, dass das geförderte Darlehen attraktiv sei. Die Errichter von Eigenheimen liefern sich damit nicht den Entwicklungen auf den Finanzmärkten aus. „Es darf nicht unterschätzt werden, dass Häuslbauer meist an ihre finanziellen Grenzen gehen. Schnell kann dann eine Krankheit zum finanziellen Problem werden.“

Die Wohnbauförderung für Eigenheime habe das Ziel, leistbares Bauen zu ermöglichen. „Zusätzlich ist es eine Art der Wirtschaftsförderung.“ Das neue Darlehen in Zusammenarbeit mit der HYPO OÖ garantiere eine Zinssicherheit, „die einzigartig und beispielhaft ist. Damit können die Vorteile der aktuell auf historisch niedrigstem Niveau befindlichen Zinsen an die künftigen Häuslbauer weitergegeben werden“, so Haimbuchner. Das Paket gilt vorerst bis 30. Juni 2018.