Landesobmann FB OÖ Graf: Getreidepreise im Keller – Preispolitik drängt Bauern an den Abgrund

„Nicht kostendeckende Getreidepreise sind ruinös, aber wenn die eigene Berufsvertretung einem dabei noch in den Rücken fällt, ist das unerträglich.“

„Wir Getreidebauern sind von kostendeckenden Preisen wieder so weit entfernt wie vor etwa zehn Jahren. Steigende Produktionskosten und laufend erhöhte ertragsunabhängige Steuern und Abgaben, lassen Existenzsorgen bei uns aufkommen.“, kommentiert Ing. Franz Graf, Landesobmann Freiheitliche Bauernschaft OÖ, die jüngsten Entwicklungen am Getreidemarkt.

Dem Pflanzenbaudirektor der oö. Landwirtschaftskammer verstelle offenbar die eigene Gehaltsstufe – die zweithöchste für oö. Landesbeamte – den wahren Blickwinkel auf die Kostensituation der Getreidebauern, so Graf weiter. Anders lasse sich seine wortreiche Verteidigung der niedrigen Preise nicht erklären. Denn: „Wir haben nicht ausschließlich beste Gunstlagen zur Getreideproduktion in Oberösterreich, daher sollte er auch Durchschnittserträge für seine Einschätzungen heranziehen.“

„Von der Agrarpolitik müssen sofortige Entlastungsmöglichkeiten der Kostenseite der Bauern überlegt werden, wie zum Beispiel der Agrardiesel.“, fordert Franz Graf.

Außerdem müsse hinterfragt werden, ob die oö. Getreidepreise ausschließlich von den Börsen in Paris und Chicago gemacht werden sollten.