Landesrat Mag. Steinkellner: Internationaler GIS Tag 2017

Geografische Informationssysteme zum Kennenlernen und Anfassen

Der heutige ‚Internationale GIS Day‘ ist ein weltweiter Tag der offenen Tür bei jenen Institutionen in Verwaltung, Wirtschaft und Forschung, welche ‚Geografische Informationssysteme (GIS)‘ professionell in unterschiedlichsten Fachbereichen einsetzen. Dieser GIS Tag soll die große Bedeutung von Geoinformationen für unsere Gesellschaft zeigen. Dazu öffnen in mehr als 100 Ländern weltweit Firmen, Behörden und Bildungseinrichtungen ihre Türen. Die österreichweit größte Veranstaltung fand heute in Kooperation zwischen Land Oberösterreich und Pädagogischer Hochschule im Landesdienstleistungszentrum in Linz statt. Dabei werden rund 400 Schülerinnen und Schüler aus ganz Oberösterreich in mehr als 30 Workshops die Gelegenheit nutzen, Geografie in vielfältiger Art und Weise kennen zu lernen. „Tagtäglich werden Entscheidungen unter Zuhilfenahme von Raum-Informations-Systemen gefällt. Das Land Oberösterreich setzt seit einem Vierteljahrhundert auf das geografische Informationssystem DORIS. Gerade im Infrastrukturbereich leistet dieses System einen überaus wertvollen Beitrag“, unterstreicht Landesrat für Infrastruktur Mag. Günther Steinkellner.

In Oberösterreich sagt man ‚DORIS‘ zu GIS

‚DORIS‘ (= Digitales Oberösterreichisches Raum-Informations-System) ist in der Verwaltung des Landes Oberösterreich seit knapp 25 Jahren ein hilfreiches Werkzeug. Damit stehen u.a. für Planungen im Straßenbau, in der Wasserwirtschaft, im Umwelt- und Naturschutz, in der Raumordnung, in der Vermessung und in der Land- und Forstwirtschaft sehr rasch, aktuelle und objektive Entscheidungsgrundlagen zur Verfügung. DORIS erstellt darüber hinaus auch raumbezogene Analysen und Landkarten, bis hin zu 3D-Visualisierungen von Projektplanungen. Mehr als 1.000 Datenebenen aus unterschiedlichsten Fachbereichen sind mittlerweile im digitalen Planschrank des Landes gespeichert. Diese stehen zum Großteil zur öffentlichen Online-Einsicht bzw. zum kostenlosen Download über das Open-Government-Portal des Landes zur Verfügung. Somit können nicht nur alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Landesverwaltung diese Geoinformationen nutzen, sondern auch die oberösterreichischen Bürgerinnen und Bürger kostenlos und rund um die Uhr auf diese Daten zugreifen. Fast 200.000 Auskünfte in Form digitaler Pläne und Landkarten werden pro Tag auf diese Weise von den Servern des Landes erteilt.

Schüler informieren sich im Landesdienstleistungszentrum

Im Zuge des GIS Tages haben interessierte Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit in die Welt der Geodaten einzutauchen. Je nach Interessenslage, stehen für die Schülerinnen und Schüler mehr als 30 Workshops österreichischer Unternehmen, der Abteilungen des Landes, der Fachhochschulen Hagenberg und Kärnten, von Research Studios Austria (Forschungsgesellschaft) und der Studierenden für das Lehramt in Geografie und Wirtschaftskunde an der Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz zur Auswahl. Damit wird eine sehr breite Palette von Beispielen des Einsatzes geografischer Informationssysteme angeboten und anhand vieler praktischer Beispiele demonstriert. Vor allem die DORIS-Apps für Handy und Tablet finden dabei immer sehr großes Interesse. Aber nicht nur an ausgewählten Exkursionstagen bieten die Geografischen Informationssysteme einen Mehrwert. Auch im täglichen Schulunterricht zeigen sich Synergien. So erhält einerseits die Lehrkraft ein Werkzeug zur maßgeschneiderten Aufbereitung und wirkungsvollen Darstellung hochaktuellen Unterrichtsmaterials und andererseits kann eine aktive individuelle

Beschäftigung mit den Lehrinhalten erfolgen. So unterstützen GIS-Methoden dabei, im Unterricht aus abstrakten Daten anwendbares Wissen zu machen. „Auch in Zeiten von Google Maps, Bing Maps & Co. sind stets aktuelle, amtliche Geodaten für viele Zwecke der Landesverwaltung und der Wirtschaft unerlässlich. Auch den Oberösterreicherinnen und Oberösterreichern steht mit DORIS eine wertvolle, praktische und für zahlreiche Bereiche anwendbare Datenquelle zur Verfügung“, so Landesrat Steinkellner abschließend.