Landesrat Mag. Steinkellner: Leistungsfähiger Kreisverkehr für Braunau

Am 22. August beginnen die Arbeiten

Die B 148 Altheimer Straße ist eine wichtige Verbindungsstraße zwischen der A8 Innkreis Autobahn und Deutschland. Die B 156 Lamprechshausener Straße führt als ebenfalls wichtige Verbindungsstraße weiter nach Salzburg. Beide Straßen treffen im Gemeindegebiet Braunau aufeinander. „Die Straßenzüge haben große Bedeutung für die Pendlerinnen und Pendler als auch für die Wirtschaft. Der Wirtschaftsstandort Braunau hat sich in den letzten Jahren sehr gut entwickelt und mit einem leistungsfähigen Verkehrsknotenpunkt wollen wir auch für die Zukunft beste Voraussetzungen für die  wirtschaftliche Weiterentwicklung schaffen“, unterstreicht Landesrat für Infrastruktur Mag. Günther Steinkellner.

Kreisverkehr bringt mehr Leistungsfähigkeit

Der vorhandene Knotenpunkt der B 148 (15.980 Fahrzeuge pro Tag, 13 % Schwerverkehr) und der B 156 (11.130 Fahrzeuge pro Tag, 10 % Schwerverkehr) ist unter der derzeitigen Verkehrsbelastung ausgereizt. Vor allem das Linkabbiegen von der B 156 in die B 148 in Richtung Deutschland ist nur mehr erschwert möglich, wodurch es laufend zu Staubildungen kommt.

Aus diesem Grund wurde im Frühjahr 2014 begonnen, gemeinsam mit der Stadtgemeinde Braunau und der stark expandierenden AMAG nach einer nachhaltigen Lösung zu suchen. Insgesamt wurden acht Knotenlösungen ausgearbeitet, welche nach verschiedensten Kriterien untersucht wurden. Als beste Lösung hinsichtlich Verkehrssicherheit und Leistungsfähigkeit ging ein Kreisverkehr mit standardmäßigen 50 m Durchmesser und drei Bypässen sowie einem zusätzlichen Linksabbiegestreifen auf der B 156 hervor. Die rund 200 m lange ‚Große Heinrichbrücke‘, welche als Rampe von der B 148 Altheimer Straße in die B 156 Lamprechtshausener Straße führt, wird nicht mehr benötigt und abgetragen.

Steigerung der Verkehrssicherheit

An der bestehenden B 156 existieren im Bereich der Siedlung ‚Am Wald“ lediglich ein schmaler Gehsteig und auch keine sichere Querungsmöglichkeit der B 156 zur Heinrichstraße. Im Zuge dieses Bauvorhabens ist ein 2 m breiter Gehsteig geplant sowie eine beleuchtete Querungshilfe auf der B 156. Die verbesserten und ausgeweiteten Sichtbeziehungen und eine in beide Fahrtrichtungen geplante Geschwindigkeitsbeschränkung von 50 km/h auf der B 156 in diesem Abschnitt werden zu einer wesentlichen Erhöhung der Verkehrssicherheit für den nicht motorisierten Verkehr beitragen.

Mehr Sicherheit auch für den motorisierten Verkehr

Eine maßgebliche Verbesserung ist der Umbau der Kreuzung B148/B156 in eine beleuchtete Kreisverkehrsanlage. Dadurch werden Vorrangverletzungen und damit verbundene Unfälle beim Linkseinbiegevorgang in die B 148 vermieden. Ausreichend lange Verflechtungsstrecken und die verringerte Geschwindigkeit tragen zu einem flüssigen Verkehrsfluss bei. Der zusätzlich geschaffene Linksabbiegestreifen auf der B 156 in die Heinrichstraße verringert die Gefahr von Auffahrunfällen, während gleichzeitig wiederum der Verkehrsfluss gleichmäßiger und flüssiger ablaufen kann. Für zwei direkt an die stark befahrene B 156 angeschlossene Grundstückszufahrten verbessert sich das Zu- und Abfahren durch einen eigenen Nebenweg erheblich.

Stand der Arbeiten und Investitionsvolumen

Das Einreichprojekt wurde zu Beginn des Jahres 2015 vergeben. In der Zeit von 24. Februar bis einschließlich 25. März 2015 fand das erforderliche Planauflageverfahren in der Stadtgemeinde Braunau am Inn statt. Die Bevölkerung erhielt Einsicht in die Verordnungsunterlagen zum zukünftigen Kreisverkehr und konnte Stellungnahmen abgeben. Alle im Zuge des Planauflageverfahrens abgegebenen Stellungnahmen wurden im Anschluss geprüft und der Oö. Landesregierung vor Beschlussfassung übermittelt. In der Sitzung der Oö. Landesregierung vom 8. Juli 2015 wurde die Trasse für den neuen Kreisverkehr B148/B156 Ranshofen beschlossen. Das Wasserrechts- und Naturschutzverfahren, die Grundeinlösen und das straßenrechtliche Bewilligungsverfahren wurden abgehandelt. Die Bescheide sind rechtskräftig. Die Ausschreibung der Baumaßnahme erfolgte Anfang Juli 2017. Der Baubeginn erfolgt am 22. August 2017. Die Gesamtkosten für die Errichtung der Kreisverkehrsanlage inkl. Linksabbiegestreifen in die Heinrichstraße belaufen sich auf rund 2,9 Mio. Euro. „Mit diesem Bauvorhaben schaffen wir eine moderne, zukunftsfähige und verkehrssichere Infrastrukturlösung, die der lokalen Bevölkerung zu Gute kommt“, so Landesrat Steinkellner erfreut.