Landesrat Mag. Steinkellner zur Thematik Radweg Puchenau

Neugestaltung einer leistungsfähigen und sicheren Radhauptroute verhindert Verkehrsinfarkt

Lange wartete man auf den essentiellen Startschuss zum Bau des Linzer Westrings. Ende August des vergangenen Jahres freute man sich über das positive Erkenntnis des Bundesverwaltungsgerichtes. Im Rahmen des Vorbauloses wird auch die Radverbindung zwischen Puchenau und Linz neu gestaltet.

Der bestehende Donauradweg führt entlang der stark belasteten B127 Rohrbacher Straße. Die hohe Kfz-Verkehrsbelastung beträgt rund 25.000 Kfz pro Werktag. Die ursprüngliche Variante mit dem Bau einer Unterführung hätte abschnittsweise mit Fahrstreifensperren erfolgen müssen. Diese Fahrstreifensperren durch eine 1+1 Führung (1 Fahrstreifen Richtung Linz und 1 Fahrstreifen Richtung Ottensheim) wären gemäß Bauphasenplan in einem Zeitraum von bis zu 10 Monaten erforderlich gewesen. „Die dadurch entstehenden Einschränkungen für den Kfz Verkehr über einen so langen Zeitraum hätten ein enormes Ausmaß gehabt. Die entstehende Verkehrsbelastung wäre einem Verkehrsinfarkt gleichgekommen“, so Landesrat für Infrastruktur Mag. Günther Steinkellner.

Mit der gewählten Variante des Donauradweges ergeben sich wichtige Vorteile im Bereich Verkehrssicherheit und Attraktivität. Der im Zuge des A26 Bauloses zu verlegende Radweg bis zum Heizwerk Puchenau kann als attraktiver Geh-und Radweg in Form einer leistungsfähigen Radhauptroute [1] für den Alltagsradverkehr genutzt werden. Abseits der hochbelasteten B127 kann somit eine leistungsfähige Route geschafft werden. Gleichzeitig kann die Errichtung der aufwändigen Unterführung zurück auf einen ohnehin nicht optimalen Radweg entfallen.

Die Radhauptroute Linz-Puchenau ist Teil des Gesamtverkehrskonzeptes Großraum Linz. Mit der Verbesserung der bestehenden und dem Neubau einer attraktiven Radinfrastruktur stand das Ziel einer Erhöhung des Radanteils im Fokus. Zukünftig steht dann ein attraktiver und sicherer Weg für Pendler/innen von Puchenau nach Linz zur Verfügung. „Für den bestehenden Radweg nördlich der B127 hätten Verbesserungen nur sehr eingeschränkt realisiert werden können. Verbreiterungen sind nordseitig darüber hinaus nicht durchgehend möglich und Einmündungen von Querstraßen hätten nicht immer verkehrssicher umgebaut werden können“, unterstreicht Landesrat Steinkellner die Vorteile der gewählten Variante.

Auch den Vorwurf, die ‚teuerste Radwegvariante‘ zu verwirklichen, entkräftet Steinkellner. Durch den Wegfall der Unterführungsvariante können die dadurch entstehenden finanziellen Mittel für den Ausbau einer attraktiven Radhauptroute genutzt werden. „Durch diese für alle Seiten gewinnbringende Einigung haben wir die Möglichkeit, zu überaus günstigen Konditionen eine leistungsfähige Radinfrastruktur zu gestalten. Somit sind die Mittel bestmöglich eingesetzt“, betont Steinkellner abschließend.

[1] Eine Radhauptroute kennzeichnet sich durch eine klare, geradlinige und direkte Linienführung. Die Fahrbahnbreiten für Zweirichtungs-Radwege innerorts und und Geh- und Radwege außer Ort sollen mindestens 3,5 m betragen.