Landesrat Podgorschek: Auch zweiter Untersuchungdurchgang der EU-Badegewässer brachte ausgezeichnete Ergebnisse

Im Zuge der Badegewässeruntersuchung des Landes Oberösterreich werden seit 1997 auch die meist frequentierten Badestellen im Bundesland auf ihre bakteriologische Qualität nach EU-Norm überprüft. Insgesamt werden während den Sommermonaten 43 sogenannte EU-Badestellen an fünf Terminen kontrolliert.

„Die Ergebnisse vom zweiten EU-Durchgang weisen fast ausschließlich eine ausgezeichnete Badewasserqualität auf. Eine Badestelle (Traunsee Rindbach) weist eine gute Wasserqualität auf“, zeigt sich Wasser-Landesrat Elmar Podgorschek zufrieden.

Die zusammengefassten Daten der einzelnen Probenahmestellen der „Badegewässeruntersuchung 2017 sind auf der Homepage des Landes Oberösterreich veröffentlicht:

https://www.ooe.gv.at/13071.htm

„Unsere Badegewässer sind ein wichtiger Teil für die Freizeitgestaltung und für den Tourismus in Oberösterreich. Die aktuellen Untersuchungen der Wasserqualität zeigen uns, dass auch heuer einem Badevergnügen in Oberösterreich nichts im Wege steht“, so Podgorschek.

Hinweis: Aus dem natürlichen Lauf der Dinge kann weder aus qualitativer Sicht („Badewasserqualität“) noch aus Sicherheitsüberlegungen an Fließgewässern von kontinuierlichen Bedingungen ausgegangen werden, die umfassende Sicherheit gewährleisten können. Baden an Flüssen erfordert die Eigenverantwortung und ein hohes Maß an persönlicher Risikoeinschätzung der Badenden. Dies kann nicht durch Maßnahmen oder  Einschreiten der Behörde ersetzt werden. Sinngemäß trifft dies auch für das Baden an anderen frei zugänglichen Oberflächengewässern wie Seen oder Baggerteichen zu.

Baden an freien Gewässern ist daher nur auf eigene Gefahr und Risiko der Badenden möglich!

Generelle Information zu Badegewässern

Natürliche oder künstlich angelegte Oberflächengewässer spielen bei der Freizeitgestaltung eine große Rolle. Während der Badesaison herrscht daher an den meisten dieser Gewässer ein reger Badebetrieb. Im Gegensatz zu einem Freibad besitzen natürliche Badegewässer jedoch keine chemische Wasseraufbereitung und -desinfektion. Man muss daher vor allem bei starkem Badebetrieb oder z. B. in Bereichen mit einer intensiven Besiedelung durch Wassertiere mit einer bakteriologischen Belastung rechnen.

Ein See ist viel weniger als das Grundwasser vor Verunreinigungen aus der Umgebung geschützt. Daher treten vor allem im Frühsommer oft Ablagerungen von Blütenstaub auf, die auf dem ersten Blick wie eine Gewässerverunreinigung wirken können, aber ein Teil der natürlichen Kreisläufe sind. Gleiches gilt für das im Herbst einfallende Laub und bei Hochwässern eingeschwemmtes Treibholz oder pflanzliches Material, das im Gewässer nur sehr langsam abgebaut werden kann.

An solchen Gewässern kann es (im Gegensatz zu chlorierten Freibädern) fallweise zu Sedimentaufwirbelungen durch Fische oder Badegäste kommen, die sich den Wasserkörper mitunter mit Wasservögeln, Schnecken, Algen und sonstigen Wasserpflanzen teilen müssen.

Prinzipiell sind Badestellen an Fließgewässern anfällig für Einschwemmungen von Krankheitserregern. Besonders nach Gewittern können aus der Landwirtschaft oder aus Kläranlagenentlastungen vermehrt Keime eingeschwemmt werden. Starkregenfälle können zeitlich begrenzte Belastungen mit Bakterien und Viren liefern.

Aus diesem Grund werden an ausgewiesenen Badegewässern während der Badesaison regelmäßig Wasserproben entnommen und auf die bakteriologische Belastung hin untersucht. Anhand der Ergebnisse wird eine Einstufung der Badeeignung dieses Gewässers durchgeführt.