Landesrat Podgorschek: Beginn der Ausstellung Hydrografik am 24. April 2017

„Der Hydrographische Dienst des Landes Oberösterreich tritt zumeist im Hochwasserfall öffentlich in Erscheinung – als wichtiger Datenlieferant für den Krisenstab, für Einsatzorganisationen und für Betroffene“, erklärt Wasser-Landesrat Elmar Podgorschek.

Doch was macht der Hydrographische Dienst in „Friedenszeiten“? Er erhebt und beobachtet den Wasserkreislauf, denn das ist der eigentliche Job. Die Darstellung dieser Tätigkeiten war die Aufgabe, die an Schülerinnen und Schüler der HTL1 Bau und Design gestellt wurde: Komplexe technische Vorgaben künstlerisch und für den Betrachter verständlich umzusetzen.

„Die gelungenen Ergebnisse sind in der Ausstellung HYDROGRAFIK von 24. April bis 12. Mai 2017 im Landesdienstleistungszentrum zu sehen, zu deren Ausstellungseröffnung wir am 24. April um 17.30 Uhr herzlich einladen“, so Podgorschek

Die Ausstellung HYDROGRAFIK

Die Schülerinnen und Schüler der HTL1 Grafik und Design zeigen ihre Entwürfe und fertigen Grafiken für den Hydrographischen Dienst OÖ. Die Illustrationen stellen auf künstlerische Art und Weise die in der Hydrographie verwendeten Messtechniken dar. Genau das war die Herausforderung: Komplizierte technische Vorgaben der Experten grafisch und vor allem für den Betrachter verständlich umzusetzen. Ziel war es, mit diesen Illustrationen die Tätigkeiten des Hydrographischen Dienstes optisch ansprechend und selbsterklärend darzustellen. Denn viele Vorgänge sind an der Messstelle vor Ort nicht zusehen, da sie sich in Bauwerken oder unter Wasser abspielen. Diese Details werden nun in den Grafiken dargestellt.

  

Im Zuge der langfristigen Zusammenarbeit der HTL1 Bau und Design mit dem Hydrographischen Dienst OÖ entwickelte sich dieses interessante gemeinschaftliche Projekt.

Seit nunmehr fast einem Jahr  arbeiten mehrere Klassen für Grafik und Kommunikationsdesign in unzähligen Stunden zusammen. Unter der Leitung der ambitionierten Professoren Martin Staufner, Andreas Seitl und Gerold Zeidler entstand eine gebrauchsfertige Serie informativer Illustrationen zum Thema Wasserkreislauf, dessen Analysen und Aufzeichnungen. Die bunten Werke der HTL1 Bau und Design sind nun im Rahmen einer umfangreichen Ausstellung im Landesdienstleistungszentrum in Linz zu besichtigen.

Neue Publikation „Hydrographische Dienst des Landes Oberösterreich“

Die von den Schülerinnen und Schülern angefertigten Illustrationen bereichern auch die neue Publikation „Hydrographischer Dienst des Landes Oberösterreich“.

In dieser Broschüre stellt sich der Hydrographische Dienst OÖ einer breiten Öffentlichkeit vor und zeigt sein umfangreiches Arbeitsspektrum – abseits einer Hochwassersituation.

Die Erhebung und Beobachtung des Wasserkreislaufes – rund um die Uhr, Tag für Tag – ist die eigentliche Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wasser in sämtlichen Erscheinungsformen ist das Thema, ob in der Luft, in den Seen, als Grundwasser oder als Schnee. Ergebnis dieser Tätigkeiten – in Zusammenarbeit mit den hydrographischen Diensten der anderen Bundesländer -  ist eine Wasserbilanz für ganz Österreich, die wichtige wasserwirtschaftliche Grundlagen für z. B. den Schutzwasserbau, für die Trinkwasserversorgung oder auch für die Schifffahrt liefert.

Einen Überblick über alle Messstellen des Hydrographischen Dienstes OÖ bieten Kartenwerke als Beilage zur Publikation.

Die Publikation ist auf der Landeshomepage als pdf abrufbar und kann ebenfalls als Druckwerk bestellt werden: http://www.land-oberoesterreich.gv.at/publikationen

Die Übersichtskarten können ebenfalls über die Landeshomepage abgerufen werden: http://www.land-oberoesterreich.gv.at/187895

Der Hydrographische Dienst des Landes Oberösterreich

„Der Wasserkreislauf ist unser Job“, sagt DI Gerald Lindner, Leiter des Hydrographischen Dienstes Oberösterreich. Das Wasser auf unserer Erde befindet sich auf immerwährender Rundreise. Durch das Messnetz des Hydrographischen Dienstes, das in Oberösterreich rund 1.500 Messstellen zählt, kann der Weg des Wassers in der Atmosphäre, in den Gewässern und im Grundwasser verfolgt werden. Diese Beobachtungen, die Auswertungen und Analysen durch die Experten des Hydrographischen Dienstes liefern Grundlagen für die Wasserwirtschaft. Diese Daten werden z. B. für den Schutzwasserbau, für die Trinkwasserversorgung oder auch in der Schifffahrt verwendet. Nicht nur für übergeordnete Vorhaben oder Organisationen sind die hydrographischen Daten von Relevanz: Auch Häuslbauer sind z. B. am Grundwasserstand interessiert, wenn es um die Errichtung von Kellergeschoßen geht.

Der Öffentlichkeit ist der Hydrographische Dienst vor allem durch Hochwassersituationen bekannt. Hier ist er wichtiger Datenlieferant und Dienstleister für Einsatzorganisationen und Betroffene. Hydrologische Daten sind Basis für die Vorbereitung und/oder Abwehr eines Hochwassers.

Der Hochwassernachrichtendienst ist hier ein bekannter Bereich, jedoch nur ein Teilbereich des Hydrographischen Dienstes.

Auch der Lawinenwarndienst, der naturgemäß in den Wintermonaten „Hochsaison“ hat, ist ein Teilbereich der Hydrographie. Es geht auch hier um die Erhebung von Niederschlägen – in anderer Erscheinungsform, dem Schnee.

Wasserkreislauf

Unter dem Begriff Wasserkreislauf verstehen wir den Transport und die Speicherung von Wasser auf globaler und auf regionaler Ebene. Im Wasserkreislauf geht kein Wasser verloren, es wechselt lediglich mehrmals seine Erscheinungsform.

   

Weitere Informationen:
Webseite des Hydrographischen Dienstes des Landes Oberösterreich:
http://hydro.ooe.gv.at

HTL1 Bau und Design, Linz:
http://www.htl1.at

Link zur Ausstellung:
http://www.land-oberoesterreich.gv.at/187507