Landtagswahl: Haimbuchner führt bewährtes Team an

Manfred Haimbuchner führt die FPÖ als Spitzenkandidat in die Landtagswahl im Herbst. Das beschloss der Landesparteivorstand am Sonntag einstimmig. Auf Platz zwei kandidiert der langjährige FPÖ-Klubobmann Günther Steinkellner. „Wir treten mit unserem bewährtem Team an“, gibt Haimbuchner bekannt, dass die FPÖ auf Kontinuität und Beständigkeit setze. Die bisherige Mannschaft habe gut gearbeitet und sich bewährt. Bei der Listenerstellung – auch in den Wahlkreisen – wurde berücksichtigt, dass sich die aktuellen Landtagsabgeordneten über Direkt- und Restmandate wiederfinden sollen. In den Wahlkreisen gebe es allerdings schon neue Namen von jungen Leuten, aber bereits mit politischer Erfahrung.

Klar definiert ist von Haimbuchner auch das Ziel für die Landtagswahl: „Wir wollen den zweiten Platz vor der SPÖ und einen zweiten Regierungssitz“, zeigt Haimbuchner auf, dass der Abstand zwischen SPÖ und FPÖ noch nie so gering war wie in den Umfragen der letzten Monate. Auch in Wels könne es gelingen, mit Andreas Rabl nach den Wahlen im September den Bürgermeister zu stellen. „Unser Wahlgegner wird aber nicht nur die SPÖ sein, die sich in Oberösterreich nur mehr mit Randgruppen-Themen auseinandersetzt. Natürlich spielt auch die Bundespolitik mit Kanzler Werner Faymann eine Rolle“, erklärt Haimbuchner.

Der Rückenwind aus der Bundespolitik ist einzig für die FPÖ derzeit von Vorteil.
FPÖ-Landesparteiobmann Manfred Haimbuchner

Der FPÖ-Landesrat ist mit seinen derzeitigen Zuständigkeiten für Wohnbau, Naturschutz und Sparkassenaufsicht zufrieden. Für die Zuständigkeit bei einem weiteren Regierungssitz „fällt uns sicher viel Gutes ein“. Klubobmann Steinkellner regt Änderungen in der Aufteilung der Zuständigkeiten in der Landesregierung an: „Das Finanzressort sollte Kontrollfunktion haben und nicht wie bisher bei Landeshauptmann Josef Pühringer mit Kultur und Gesundheit kombiniert sein“, so Steinkellner. Er spricht sich auch dafür aus, die Bereiche Gemeinden, aber auch öffentlicher Verkehr und Straßenbau, nicht länger auf je zwei Regierungsmitglieder aufzuteilen. Ein weiteres Anliegen ist der FPÖ, die direkte Demokratie auszubauen.

Oberösterreich braucht einen Wechsel

Der FPÖ sei es gelungen, so Haimbuchner, „dass wir uns von einer Protestpartei zu einer lösungsorientierten Partei entwickelt haben. Ich fühle mich in unserem Heimatland Oberösterreich wohl. Daher werde ich weiterhin mit aller Kraft für unser Bundesland arbeiten. Ich sehe noch viele Aufgaben und wir sind noch lange nicht dort, wo die FPÖ in Oberösterreich sein soll. Das Land braucht einen Wechsel. Den wird es im kommenden Herbst in Oberösterreich geben, der zweite Platz vor der SPÖ ist durchaus ambitioniert, aber in greifbarer Nähe. Ich traue SPÖ und ÖVP nicht zu, den Stillstand vorher zu beenden.“

Die Landeswahlliste im Überblick

  1. LR Mag. Dr. Manfred Haimbuchner, Steinhaus bei Wels (Bezirk Wels-Land), geb. 1978
  2. KO Mag. Günther Steinkellner, Leonding (Bezirk Linz-Land), geb. 1962
  3. Prim. Dr. Brigitte Povysil, Linz Urfahr-West (Bezirk Linz), geb. 1954
  4. Ulrike Wall, Ahorn (Bezirk Rohrbach), geb. 1958
  5. DI Dr. Adalbert Cramer, Roitham (Bezirk Gmunden), geb. 1951
  6. David Schießl, Burgkirchen (Bezirk Braunau), geb. 1972
  7. Ing. Wolfgang Klinger, Gaspoltshofen (Bezirk Grieskirchen), geb. 1959
  8. Ing. Herwig Mahr, Traun (Bezirk Linz-Land), geb. 1959
  9. Alexander Nerat, Mauthausen (Bezirk Perg), geb. 1973
  10. Hermann Brückl, Andorf (Bezirk Schärding), geb. 1968