LHStv. Dr. Haimbuchner & Landesrat Mag. Steinkellner: „Runter vom Gas zu Schulbeginn“

Erhöhte Aufmerksamkeit im Straßenverkehr zum Schulstart

Mit dem ersten Schultag beginnt für viele Kinder in Oberösterreich ein neuer Lebensabschnitt. Verkehrsteilnehmer sind in diesen Tagen und Wochen zu besonderer Aufmerksamkeit und Vorsicht angehalten. Was für die Kinder mit Spannung und Freude erwartet wird, löst bei den jeweiligen Eltern oft konträre Gefühle, teils sogar Ängste aus. Potentielle Gefahren auf dem Schulweg lauern besonders im Straßenverkehr.

Das Projekt „Elternhaltestelle“

Im Rahmen dieses Projekts werden von Eltern, engagierten Bürger/innen, Bürgermeister/innen, Gemeindevertreter/innen und Schulleiter/innen, gut begehbare Schulwege eruiert. An den eigens konzipierten und gekennzeichneten Treffpunkten – den sogenannten Elternhaltestellen treffen sich die Kinder, um zumindest anfangs gemeinsam mit Begleitpersonen den Schulweg zu gehen. Im Zuge dessen kann auf potentielle Gefahrenstellen aufmerksam gemacht werden. „Durch das gemeinsame Gehen zur Schule wird die Sicherheit und auch die Selbständigkeit der Schüler gefördert. Darüber hinaus wird auch die Bewegungskompetenz und Gesundheit der Kinder nachhaltig gestärkt“, unterstreicht LH-Stv. Dr. Manfred Haimbuchner die Wichtigkeit des Projekts.

„Nicht nur die Eltern sondern auch alle Verkehrsteilnehmer tragen eine große Verantwortung. Kinder haben einen ausgeprägten Bewegungsdrang, reagieren sehr spontan und sind vom Verhalten deshalb oft unberechenbar. Deshalb gilt für die Verkehrsteilnehmer im Bereich von Schulen und Kindergärten erhöhte Aufmerksamkeit“, so Landesrat für Infrastruktur Mag. Günther Steinkellner.

Nachfolgende Tipps und Tricks sorgen für mehr Sicherheit auf dem Schulweg:

Tipps für Fahrzeuglenker

  • Besondere Aufmerksamkeit in der unmittelbaren Umgebung von Schulen und Kindergärten.
  • Reduzierung der Geschwindigkeit und erhöhte Bremsbereitschaft, wenn Sie im Straßenbereich Kinder sehen.
  • Anhalten vor Zebrastreifen, wenn Kinder die Fahrbahn überqueren möchten. Geben Sie keine Handzeichen, denn das Kind könnte sonst losstarten, ohne auf weitere Gefahren zu achten (z.B. Gegenverkehr).

Tipps für Eltern

  • Achten Sie darauf, dass Ihr Kind gut sichtbare Kleidung trägt. Besonders durch Reflektoren und Sicherheitswesten kann das Unfallrisiko minimiert werden.
  • Verhalten sie sich zu Fuß, mit dem Fahrrad und am Steuer eines Fahrzeuges vorbildlich. Kinder ahmen Ihr Verhalten nach!
  • Ermöglichen Sie Ihrem Kind, den Schulweg aktiv zu erleben. Verzichten Sie, wenn möglich auf den Transport mit dem Auto. Dadurch tragen auch Sie zur Reduktion von tagtäglich vermeidbaren Gefahrensituationen vor der Schule bei.
  • Anfänglich gemeinsames Abgehen der Schulwege. Wählen sie dabei nicht den kürzesten, sondern den sichersten Schulweg.
  • Achten Sie darauf, dass Ihr Kind vor jedem Betreten der Fahrbahn stehen bleibt: Warten – schauen – hören- laufen
  • Schicken Sie Ihr Kind rechtzeitig zur Schule. Stress, Eile und Hetze erhöhen das Unfallrisiko.

„Durch unsere gemeinsamen Präventionsprojekte möchten wir den Schulweg für unsere Kleinsten noch sicherer gestalten und wünschen allen Schulanfängern einen erfolgreichen und sicheren Start in Ihren neuen Lebensabschnitt“, so LH-Stv. Dr. Manfred Haimbuchner und LR Mag. Günther Steinkellner abschließend.