LHStv. Dr. Haimbuchner: Zwei oberösterreichische Gemeinden beim Gemeindewettbewerb

„Kinderfreundliche Verkehrsplanung“ für das Projekt „sicher bewegt – Elternhaltestellen“ ausgezeichnet

Die Gewinner des Gemeindepreises „Kinderfreundliche Verkehrsplanung“ stehen fest. Unter den drei Gewinnern finden sich auch zwei oberösterreichische Gemeinden – Platz 1 geht an die Marktgemeinde Wilhering, Platz 2 an die Gemeinde Waldegg (NÖ) und Platz 3 an die Marktgemeinde Eberstalzell. Wilhering wurde für seine Maßnahmen zur kinderfreundlichen Verkehrsplanung für das Projekt „sicher bewegt – Elternhaltestellen“ ausgezeichnet.

„Ein sensationeller Erfolg für Oberösterreich! Oberösterreich ist damit einmal mehr Vorreiter in Sachen Kinder- und Familienfreundlichkeit. Ziel des Projekts ‚sicher bewegt – Elternhaltestellen‘ ist, dass Kinder wieder regelmäßig ihren Schulweg eigenständig, zu Fuß zurücklegen. Mit diesem Projekt leisten die Gemeinden einen wesentlichen Beitrag zur Sicherheit der Kinder am Schulweg. Ganz nebenbei werden die Bewegungskompetenz und Gesundheit der Kinder nachhaltig gestärkt. Umso mehr freut es mich, dass sich zwei oberösterreichische Gemeinden beim Gemeindewettbewerb unter den Preisträgern wiederfinden“, betont Familienreferent LH-Stv. Dr. Manfred Haimbuchner.

Projekt „sicher bewegt – Elternhaltestellen“

Morgens und mittags ähnelt sich das Bild vor vielen oberösterreichischen Schulen: Verkehrschaos aufgrund zahlreicher Eltern-Taxis, weil die Kinder mit dem Auto zur Schule gebracht werden. Dadurch entstehen tagtäglich vermeidbare Gefahrensituationen vor der Schule.

Das Projekt „sicher bewegt – Elternhaltestelle“ startete 2013 in sechs Gemeinden und konnte seither erfolgreich weitergeführt werden. Bereits 36 Gemeinden in Oberösterreich werden heuer daran arbeiten, Schülerinnen und Schülern mehr Bewegung, Spaß und Sicherheit auf ihrem Schulweg zu Fuß zu bieten.

„Mit der Aktion ‚sicher bewegt – Elternhaltestelle‘ möchten wir die Kinder zu mehr Bewegung im Alltag animieren. Dank gekennzeichneter Elternhaltestellen und geeigneter Schulweg-Strecken erreichen die Kinder sicher die Schule. Die Erfahrungen aus den Gemeinden zeigen, dass die Kinder aufmerksamer und munterer in der Schule sitzen, wenn sie ihren Schulweg zumindest teilweise zu Fuß zurückgelegt haben. Die Kinder erwerben Kompetenzen in Bezug auf das richtige Verhalten im Straßenverkehr. Gleichzeitig macht es den Kindern Spaß, mit anderen Kindern selbstständig den Schulweg zu bewältigen. Auch 2017 werden fünf Gemeinden das Projekt ‚sicher bewegt – Elternhaltestellen‘ mit Prozessbegleitung umsetzen“, so Familienreferent LH-Stv. Dr. Manfred Haimbuchner.

Die von der SPES Familien-Akademie begleitete Arbeitsgruppe aus Gemeindevertreter/innen, Volksschulleitung und Elternvertreter/innen legt sichere Schulwege fest, identifiziert Gefahrenstellen und sucht geeignete Standorte für Elternhaltestellen. Bewusstseinsbildende Maßnahmen und Anreize für die Kinder, wie Sammelpässe, sollen den eigenverantwortlichen Fußweg wieder attraktiv machen. So haben sich beispielsweise die Volksschüler/innen von Adlwang zum Ziel gesetzt, Österreich (mit 2.706 km Umfang) zu umrunden. Auf einer Karte wird der Fortschritt sichtbar gemacht. Kinder motivieren sich gegenseitig und motivieren auch ihre Eltern zu mehr Bewegung.