Linzer Strand: Es kommt schon auf die Größe an

Große Städte, etwa Wien, machen es vor: das Leben am „Strand“ im Sommer. Gemütlich am Sandstrand liegen, essen, trinken und dabei die Donau betrachten. Durch die erfolgreiche Facebook-Initiative „Linz braucht einen Strand“ mit 7.000 Unterstützern und einem daraus erfolgten Gemeinderatsbeschluss im Jänner für eine rasche Umsetzung wird es eine solche Strandzone künftig auch in Linz geben.

Jetzt geht es bereits um Details – und die haben es in sich. Denn glaubt man den aktuellen Medienberichten, soll lediglich ein „Mini-Strand mit Bar“ errichtet werden. Das ist für den Linzer FPÖ-Stadtrat Detlef Wimmer, der die Idee eines Donaustrandes unterstützt, „zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel.“ Manche wollen von der riesigen Donaulände nur umgerechnet eineinhalb Tennisplätze hergeben – also fast nichts. Zugleich soll die Strandbar aber wirtschaftlich sein und die Stadt wenig kosten oder sogar Pachteinnahmen bringen. Noch ein Wunsch war, dass ein Teil ohne Konsumzwang für jeden frei nutzbar bleibt. „Wie soll das alles mit so einer Mini-Fläche gehen?”, schüttelt Wimmer den Kopf.

400-Quadratmeter-„Schanigarten“ reine Alibi-Aktion

Offenbar wollen vor allem die Grünen und Teile der SPÖ eine erfolgreiche Umsetzung verhindern. „Zugleich trauen sie sich aber nicht klar Nein zu sagen“, kritisiert der FPÖ-Stadtrat. „Eine Alibi-Aktion nutzt niemandem etwas, sondern kostet nur Zeit und Geld, verschaukelt die Bürger und steigert die latente Politiker-Verdrossenheit. Für uns ist klar: Eine vernünftige Lösung muss groß genug und daher wirtschaftlich sein. Nur dann können wir den Donaustrand attraktiv und kostenneutral gestalten“, argumentiert Wimmer. Aus Sicht der FPÖ wäre der kolportierte 400-Quadratmeter-Schanigarten eine reine Alibi-Aktion. Damit sich das Ganze wirklich lohnt, ist eine wesentlich größere Fläche nötig.