LR Dr. Haimbuchner zu Albertina-Direktor Schröder: „Finger weg von unserer Landeshymne!“

„Wer die Volkskultur nicht zu schätzen weiß, ist auch als Direktor der Albertina fehl am Platz“

Empört zeigt sich FPÖ-Landesparteiobmann, Landesrat Dr. Manfred Haimbuchner über die Aussagen des Direktors des Kunstmuseums Albertina in Wien, Klaus Albrecht Schröder. Schröder mokiert sich in einem Zeitungsinterview über die oberösterreichische Landeshymne. Es gehe ihm schlecht, wenn er „Hoamatland“ höre. Es sei ein miserables Gedicht, eine hundselendigliche Melodie. Oberösterreich sollte es zu einer bessern Hymne bringen, so der Albertina-Chef in einem Interview. „Mir wird bei diesen Äußerungen schlecht. Ich finde es traurig, dass jemand ein so gestörtes Verhältnis zur Heimat hat“, reagiert Haimbuchner mit deutlichen Worten. „Wer seine Heimat nicht liebt, kann die Menschen nicht lieben und andere Kulturen nicht schätzen“, hält der freiheitliche Landeschef dem Albertina-Chef ein bekanntes Zitat entgegen. Als Albertina-Direktor sei Schröder abzulösen. „Wer die Volkskultur nicht zu schätzen weiß, ist auch als Direktor der Albertina fehl am Platz.“

Bereits Mitte Februar hatte sich der Albertina-Chef in einer deutschen TV-Sendung abwertend über den oberösterreichischen Dialekt geäußert und damit für Aufregung gesorgt.  In seiner Jugendzeit in Linz habe ihn die Mundart „angeekelt“, weil diese „antimodern“ und „reaktionär-faschistisch“ gewesen sei, erzählte Schröder im SWR-Nachtcafé zum Thema „Dialekt – charmant oder scheußlich?“. Mit 15, 16 Jahren habe er sich dann mit Hilfe von Musik der Künstler Udo Jürgens und Reinhard Mey Hochdeutsch antrainiert.

Mit den drei Strophen von Franz Stelzhamers Gedicht „’s Hoamatgsang“, vertont von Komponist Hans Schnopfhagen, hat Oberösterreich als einziges deutschsprachiges Land eine offizielle Hymne in Mundart. „Ich lasse mir unsere schöne Landeshymne sicher nicht madig machen. Sie bringt in einzigartiger Art und Weise die Verbundenheit der Bevölkerung mit dem Land Oberösterreich zum Ausdruck“, so Haimbuchner. Zu Recht werde die Hymne bei feierlichen Anlässen von den Menschen aus vollem Herzen und voller Überzeugung gesungen. Das sei etwas worauf man stolz sein könne, meint Haimbuchner.

Er fühle sich bei der von Schröder ausgelösten Diskussion an die „völlig absurde und lächerliche Änderung der Bundeshymne“ erinnert. „Die Verfälschung eines historischen Dokuments im Sinne des Zeitgeists ist niemals ein Zeichen von Offenheit, sondern von Totalitarismus. Unliebsame Kunst zu korrigieren ist ein höchst undemokratisches Zeichen“, argumentiert der FPÖ-Landeschef und mahnt einen respektvollen Umgang mit dem Textkunstwerk von Franz Stelzhammer ein: „Finger weg von unserer Landeshymne. Der ‚Hoamatgsang’ muss bleiben wie er ist!“