Mehrheit sieht Integration kritisch

Ein großer Teil der Österreicher steht den Themen Einwanderung und Integration skeptisch gegenüber. Das bestätigt der neueste „Integrationsbarometer“, für den 1.000 österreichische Staatsbürger befragt wurden.

Schlechtes Zusammenleben

Die jährlich stattfindende Umfrage, die von Meinungsforscher Peter Hajek durchgeführt wurde, zeigt deutlich eine negative Wahrnehmung der stattgefundenen Integration. Vor allem im Zusammenhang mit muslimischen Zuwanderern nimmt die Mehrheit der befragten Österreicher starke Probleme im Zusammenleben wahr. 56 Prozent der Österreicher bewerten das Zusammenleben mit Muslimen sogar dezidiert als negativ. Vor allem der geringe Respekt und Gewaltbereitschaft von Asylwerbern gegenüber Frauen wird hier betont. Die Mehrheit der Befragten fürchtet eine Gefahr für die Stellung der Frau in der Gesellschaft durch die massenhafte Zuwanderung aus dem islamischen Kulturkreis.

„Zuwanderer leben lieber von Sozialleistungen“

Auch im Bereich der Sozialleistungen zeigt sich ein klares Bild. So wünschen sich 71 Prozent der Befragten eine Kopplung der Sozialleistungen an die Integrationsbereitschaft der Zuwanderer. Problematisch sehen die Befragten auch die Schwierigkeit, Arbeitsplätze für Asylberechtigte zu finden und die zunehmende Belastung des Sozialsystems. Eine große Mehrheit von 61 Prozent der Befragten ist davon überzeugt, dass Zuwanderer lieber von Sozialleistungen leben, als für ihren Lebensunterhalt zu arbeiten.

FPÖ-Kurs bestätigt

Der oberösterreichische Landesparteiobmann der FPÖ, Manfred Haimbuchner, sieht gerade in der Forderung einer Koppelung der Sozialleistungen an die Integrationsleistung ein klares Zeichen dafür, dass „wir auf dem richtigen Weg sind, wenn wir etwa die Mindestsicherung für Asylberechtigte kürzen und die volle Auszahlung von der Integrationswilligkeit abhängig machen“. Für Haimbuchner sei es demnach notwendig, „weiterhin auf Missstände und Fehlentwicklungen in der Zuwanderungspolitik hinweisen und diese auch abstellen, wenn die Österreicher uns den Auftrag dazu geben.“ Laut dem Landeshauptmann-Stellvertreter werde durch diese Umfrage erneut die Politik der FPÖ bestätigt.