Mieterin erhält Staubsaug-Verbot wegen Abendgebet

Ein kurioses Schreiben erhielt dieser Tage eine Mieterin in Linz von ihrer Hausverwaltung. Darin wurde der Frau mitgeteilt, dass sich ihr Nachbar in seiner abendlichen Ruhe zwischen 17 Uhr und 18 Uhr gestört fühle. In dem Schreiben wird auf die Religion und muslimische Herkunft des Nachbarn verwiesen, der in diesem Zeitraum sein abendliches Gebet verrichte und sich durch den Lärm des Staubsaugers dabei gestört fühle. Die Mieterin wurde von der Hausverwaltung aufgefordert, darauf Rücksicht zu nehmen und nach 17 Uhr nicht mehr staubzusaugen.

„Es gibt in Österreich ausreichend rechtliche Grundlagen und Gesetze, die für ein friedvolles Zusammenleben sorgen sollen. Dazu zählt etwa die Nachtruhe ab 22.00 Uhr. In manchen Wohnanlagen gibt es auch noch eigene Hausordnungen, die unterschiedliche Regelungen beinhalten. Aber nunmehr das Staubsaugen in den eigenen vier Wänden zu einer durchaus üblichen Tageszeit zu verbieten, geht doch zu weit“, betont FPÖ-Landesparteiobmann und Wohnbaulandesrat Manfred Haimbuchner. Das sei falsch verstandene Toleranz und diene keinesfalls der Integration. „Derartige Forderungen sind meiner Meinung nach kontraproduktiv“, so Haimbuchner.