Ministerien ließen sich 2016 um 8,5 Millionen Euro beraten

Im vergangenen Jahr sind insgesamt 8,5 Millionen Euro an externen Beraterkosten in den Ministerien entstanden. Absoluter Spitzenreiter ist das SPÖ-geführte Verteidigungsministerium mit 1,4 Millionen Euro, dicht gefolgt vom SPÖ-geführten Infrastrukturministerium mit 1,3 Millionen Euro und dem ÖVP-geführten Umweltministerium mit 1,1 Millionen Euro. Diese Zahlen gehen aus Anfragebeantwortungen der zuständigen Ministerien an den freiheitlichen Nationalratsabgeordneten Wolfgang Klinger hervor.

„Die absolut ausreichend ausgestatteten Ministerien verfügen zwar über geeignetes und hochqualifiziertes Personal, trotzdem werden Jahr für Jahr zahlreiche Unternehmensberater aus dem rot-schwarzen Umfeld für Beratungsaufträge engagiert. Vereinzelte Expertisen zu speziellen Themenbereichen sind schön und gut – aber das geht dann doch zu weit. Es sieht so aus, als würden die einzelnen Ressorts nicht genügend Vertrauen in die Fähigkeiten ihrer eigenen Mitarbeitern haben“, meint Klinger.

Erschwerend komme hinzu, dass bei manchen Aufträgen noch die konkreten Abrechnungen fehlen bzw. bisher lediglich Teilzahlungen überwiesen wurden. „Das zieht sich leider durch nahezu alle Ministerien und beeinträchtigt die exakte Feststellung der konkreten Zahlen immens“, ärgert sich Klinger.