Mogelei bei AMS-Statistik: Tausende unberücksichtigt

Tausende „jobfähige“ Menschen werden nicht in die Arbeitslosenstatistik eingerechnet. Das zeigt das Ergebnis einer Anfrage der FPÖ an Wirtschaftslandesrat Michael Strugl (ÖVP). Personen zwischen 15 und 64 Jahren, die weder arbeiten noch aktiv einen Job suchen, werden in den Statistiken des AMS nicht berücksichtigt, weil sie „dem Arbeitsmarkt gewöhnlich nicht zur Verfügung stehen“, heißt es laut Anfragebeantwortung. Etwa sind das jene Personen, die in Schulungen oder in Frühpension sind. Dazu kommen noch Präsenz- oder Zivildienstleistende sowie Personen, die einfach vom Arbeitsmarkt „verschwinden“.

Die „Agenda Austria“ stellte in ihren Untersuchungen fest, dass zwar alle Länder bei ihren Statistiken tricksen, aber Österreich den Spielraum auffällig gut ausnützt. Allein 250.000 „versteckte Arbeitslose“ soll es hierzulande geben. Davon sind die meisten zwischen 55 und 64 Jahre alt.

„Die Zahlen werden also jedes Mal geschönt. Für mich ist es unverständlich, warum man das macht. Das hilft uns doch überhaupt nicht weiter“, kritisiert FPÖ-Klubobmann Günther Steinkellner. Man müsse die echten Zahlen kennen und wissen, in welcher Gruppe es krankt, um entsprechende Gegenmaßnahmen setzen zu können. „Ich werde auf diesem Thema weiter drauf bleiben und versuchen, die anderen Fraktionen zu überzeugen, unsere Initiativen zu unterstützen“, so Steinkellner.