Museumsdirektorin beschimpft Hofer-Wähler als Nazis

Die Nervosität im Vorfeld der Bundespräsidenten-Stichwahl am 22. Mai scheint bei Unterstützern von Alexander Van der Bellen immer weiter zu steigen. Besonders Nazi-Beschimpfungen gegenüber dem freiheitlichen Kandidaten Norbert Hofer und seinen Wählern scheinen derzeit hoch im Kurs zu stehen. Jüngstes Beispiel: Die Direktorin des Museums „Arbeitswelt“ in Steyr, Katrin Auer, postete auf ihrem privaten Facebook-Profil ein Bild, auf dem zu lesen ist: „Linke und Liberale, Sozial- und Christdemokraten wählen Van der Bellen. Nazis wählen Hofer.“ Der Spruch ist mit einer Faust illustriert, die ein Hakenkreuz zerschlägt. Auch auf ihrem Profilbild outet sich Auer als Wählerin von Van der Bellen.

Das Museum „Arbeitswelt“, welches Auer leitet, gilt als der SPÖ nahe stehend. Im Vorstand finden sich unter anderem der Nationalratsabgeordnete Markus Vogel und die Stadträtin Ingrid Weixelberger (beide SPÖ). Finanziert wird der Museumsbetrieb vor allem durch öffentliche Mittel der Stadt Steyr und des Landes Oberösterreich. Zuletzt wurde das Museum von der Stadt Steyr mit 179.000 Euro gefördert.

„Es zeichnet ein beschämendes Bild für die politische Kultur in Österreich, wenn dem politischen Mitbewerber keine andere Form der Argumentation mehr einfällt“, kommentiert FPÖ-Landesparteiobmann Manfred Haimbuchner die Entgleisung Auers. „Man muss sich die Frage stellen, ob das Museum, das hohe öffentliche Förderungen erhält, tatsächlich unabhängig ist. Immerhin besuchen auch viele Schulklassen das Museum“, so Haimbuchner.

Der freiheitliche Nationalratsabgeordnete Gerhard Deimek geht noch einen Schritt weiter und fordert den Rücktritt der Museumsdirektorin. „Die Wähler von Nobert Hofer mit dem verbrecherischsten Regime der Weltgeschichte in Verbindung zu bringen, ist schamlos und grotesk“, sagt Deimek.