NAbg. Brückl: Nur ein Polizist auf 402 Einwohner in Oberösterreich – das ist Negativrekord!

Personalprobleme eklatant, Planstellen vorausschauend aufzustocken

„Laut einer aktuellen Anfragebeantwortung des Innenministeriums kommen im Burgenland auf einen Exekutivbeamten 185 Einwohner. In Oberösterreich gibt es hingegen nur einen Exekutivbeamten pro 402 Einwohner. Das ist der niedrigste Wert unter allen Bundesländern. Diese Ungleichheit ist nicht gerechtfertigt und zeigt, dass eine rasche Personalaufstockung der Polizei in Oberösterreich unabdingbar ist und nicht länger auf die lange Bank geschoben werden darf“, spart der freiheitliche Bezirksparteiobmann der FPÖ Schärding, NAbg. Hermann Brückl nicht mit Kritik an der Personalpolitik der Bundesregierung.

Erst letzte Woche sei bekannt worden, dass in Oberösterreich zur Zeit 446 Polizisten fehlen. „Bei gesamt 3514 Dienstposten ist das knapp ein Siebtel aller Beamten. Der Fehlstand ist damit enorm und da darf es nicht verwundern, wenn die Personalsituation in vielen Regionen wie etwa dem Innviertel bereits heute sehr angespannt ist“, macht Brückl aufmerksam.

Landespolizeidirektor Pilsl habe sich in diesem Zusammenhang leider bisher nur durch Schönrederei und den Erhalt des Status Quo hervorgetan. „Die vorliegenden Zahlen zeigen aber, dass das nicht ausreicht und stattdessen proaktives Handeln erforderlich ist, weil ein solcher Personalmangel nicht von heute auf morgen auftritt und bei einer vorausschauenden Personalplanung erst gar nicht eingetreten wäre“, kritisiert Brückl.

Die Sicherheit der Bevölkerung müsse stets an erster Stelle stehen. „Daher bedarf es in Oberösterreich nicht nur der Auffüllung der bestehenden Planstellen, sondern gleichzeitig auch Vorbereitungen für eine bedarfsgerechte Aufstockung der Planstellen, damit derartige Personallücken künftig erst gar nicht mehr auftreten können“, fordert NAbg. Hermann Brückl.