NAbg. DI Deimek: zu neuer ÖBB Aufsichtsrätin: Soll Ederer-Tausender die Bahn sanieren?

Wegen Dauererfolges vom Abstellgleis ins Parteiparadies

Die gestern von Ministerin Bures bekanntgegebene Erweiterung des ÖBB-Aufsichtsrats um die als „rote Gitti“ bekanntgewordene Brigitte Ederer kann bestenfalls als politischer Faschingsscherz gewertet werden“ erklärt der FPÖ Verkehrssprecher und Nationalratsabgeordnete DI Gerhard Deimek.

Schon die Begründung ist allerdings kein Scherz sondern lässt Schlimmes erwarten. Als Lobbyistin im Aufsichtsrat wird sie „sicher das Gespür für die richtige Balance zwischen notleidenden öffentlichen Haushalten und der Notwendigkeit voller Auftragsbücher“ mitbringen, ist Deimek überzeugt. Ederer, die über die Parteischiene Leiterin der Wiener Außenstelle von Siemens wurde, zeichnete sich vor allem durch die fachkundige Schließung erfolgreicher Abteilungen und überproportionalen Personalabbau als begleitende Sozialmaßnahme aus. Die Weglobung nach München bescherte neben einem vorzeitigen Abgang noch eine millionenschwere Abfindung. Seither ist Ederer gesuchte Managerin in allen Firmen des roten Imperiums.

Nicht nur Ministerin Bures sondern auch andere Bahnfachleute befanden, dass die ÖBB nun nicht nur einen kompetenten Vorstand, sondern mit Ederer und Tumpl-Gugerell zwei höchst qualifizierte Bahnspezialisten in der Aufsicht vorweisen können. „Die Begeisterung der Steuerzahler wird sich allerdings in Grenzen halten“ ist Deimek überzeugt.