NAbg. DI Deimek an Hebenstreit: Die Wut des Apparatschiks

Sind Sie Betriebsratschef oder ein Sonnenkönig?

Ihr offener Brief vom heutigen Tag liest sich beinahe wie eine inquisitorische Anklage wegen Majestätsbeleidigung. Leider sahen Sie sich offenbar gezwungen, den Boden der Debatte zu verlassen und sich auf Polemik zu verlegen. Der demokratische Wettbewerb der Ideen scheint nicht Ihr Metier zu sein.

Ich darf Sie Ihrerseits an ihre Genossen und wahre Pensionskaiser eines Kalibers Adolf Wala erinnern. Oder an die Einkünfte eines Genossen Christian Kern. Sie genießen ebenfalls ein erhebliches Privileg: nämlich dienstfrei gestellt zu sein. Dafür sollten Sie wenigstens versuchen, die Interessen ihrer Klientel zu vertreten und ein gewisses Engagement zeigen. Doch Sie scheinen bei Bundeskanzler Werner Faymann kein Gehör zu finden.

Viele Eisenbahner haben sich mit ihren Problemen an mich gewendet. Gerne habe ich Anfragen verfasst und den Sorgen der Mitarbeiter in Bereichen eine Stimme gegeben, die Sie als roter Funktionär nicht anzusprechen wagen. Zusätzlich verwundert es mich, dass Kritik an der SPÖ geradezu als Blasphemie ausgelegt wird. Ich darf Sie ersuchen, Ihre unseligen Vergleiche mit Schwarz-Blau hintanzustellen. Ich mache Sie auch nicht haftbar für die Untaten Kurt Eisners und seiner kurzlebigen Räterepublik im Bayern der Zwischenkriegszeit.

Mit Achtung,
Gerhard Deimek