NAbg. DI Deimek an Mitterlehner: Bietet Energieriese Gazprom Preisrabatte?

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Im weiter eskalierenden Sanktionsstreit zwischen der Europäischen Union und Russland scheint Gazprom eine vermittelnde Position einzunehmen. Medienberichten zufolge werden europäischen Kunden Rabatte beim Gaspreis in Aussicht gestellt. Einige europäische Unternehmer sollen entsprechende Verhandlungen mit Gazprom bereits bestätigt haben. „Ich frage mich, weshalb derartige kolportierte Vorgänge – die massiv zur Entspannung beitragen können – in westlichen Medien nicht kommuniziert werden. Auch Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner wird sein Schweigen in dieser Sache genau erklären müssen“, kritisiert der freiheitliche Nationalratsabgeordnete Gerhard Deimek selektive Informationspolitik.

„Gasrabatte könnten den zarten Aufwärtstrend der europäischen und österreichischen Wirtschaft verstärken. Menschen würden von der Bürde steigender Energiekosten zumindest teilweise entlastet. Dieser Vorstoß Gazproms sollte – sofern er den Tatsachen entspricht – forciert und nicht verschwiegen werden“, kommentiert Deimek. Mit einer schriftlichen parlamentarischen Anfrage soll Klarheit geschaffen werden. „Derzeit ist die Informationslage noch etwas dürftig. Wir werden versuchen, die erforderliche Klarheit zu schaffen und gegebenenfalls leistbare Energielieferungen sicherlich unterstützen. Das wäre ein wertvollerer Beitrag als die Agitiation etwa des Journalisten Jürgen Roth“, mahnt Deimek erneut zu Besonnenheit und vernunftbetonter Argumentation.