NAbg DI Deimek: Energiekommissar Günther Oettinger provoziert neue Ölkrise

Gazprom und Rosneft sind Partner, keine Gegner

EU-Energiekommissar Günther Oettinger relativiert bereits die Auswirkungenetwaiger Sanktionen gegen Russland auf dem Ölsektor. „Hier trifft Oettinger in seinem Übermut einen der Lebensnerven unserer Wirtschaft. Niemand kann sich ernsthaft eine Neuauflage der Ölkrise wünschen“, fordert der FPÖ-Nationalratsabgeordnete Gerhard Deimek zur Mäßigung auf.

EU-Energiekommissar Günther Oettinger fiel bereits durch die tagespolitische Instrumentalisierung des Pipelineprojektes South Stream auf. Jetzt relativiert er in einem Interview offen die Folgen von Sanktionen gegen Russland im Bereich Erdöl. „Russland zählt zu den wichtigsten Energielieferanten Österreichs. Die Folgen für den Ölpreis wären verheerend. Offenkundig spielt Herr Oettinger mit einer neuenÖlkrise“, erinnert der freiheitliche Nationalratsabgeordnete Gerhard Deimek an ökonomische Erfahrungswerte. „Unsere Wirtschaft ist gerade dabei, sich zu erholen. Ein steigender Ölpreis ist das Letzte, was wir in der gegenwärtigen Lage brauchen können. Gazprom und Rosneft haben sich in der Vergangenheit gegenüber Österreich und der Europäischen Union als verlässliche Partner erweisen. Hören Sie auf, diese gewachsenen Verbindungen zu politisieren und zu untergraben, Herr Oettinger!“, fordert Deimek eine sachorientierte Debatte anstatt wirtschaftspolitischer Kriegsrhetorik.

„Der Ansporn Oettingers ist rational nicht mehr fassbar. Die Eingliederung der Krim in die Russische Föderation ist ein Faktum. Was soll mit Sanktionen und einer diplomatischen Eiszeit erreicht werden?“, schließt Deimek.