NAbg. DI Deimek für „Opting-In-Variante“ bei intelligenten Strommessgeräten

Kleinanlagen bis zu einem Jahresverbrauch von 6000 kWh sind von der Einführung der „Smart Meter“ auszunehmen

Die österreichweite flächendeckende Ausstattung mit neuen intelligenten Strommessgeräten, sogenannten „Smart Metern“, sei grundsätzlich für Stromabnehmer ab einem Jahresverbrauch von 6000 kWh zu begrüßen, stellen heute der Dritte Nationalratspräsident und FPÖ-Umwelt- und Energiesprecher Ing. Norbert Hofer und der freiheitliche Technologiesprecher DI Gerhard Deimek fest. Privathaushalte mit einem darunterliegenden Jahresverbrauch wären damit von der Umstellung ausgenommen. Eine entsprechende gesetzliche Verankerung gäbe es bereits in unserem Nachbarland Deutschland.

Nach Vorgaben der EU ist der Tausch der Stromzähler in Österreich bis 2019 umzusetzen, mit der Novelle des EIWOG 2010 wurden dafür bereits die Rahmenbedingungen geschaffen. Während die „Opting-Out-Variante“ im Gesetz unklar geregelt sei und völlig offen lasse, wer die Wahlfreiheit auf das Anrecht der Nichtinanspruchnahme der „Smart Meter“ habe, lasse sich die „Opting-In-Variante“ gesetzlich klar definieren, so die beiden Abgeordneten. Die technischen Anforderungen der Strommessgeräte könnten hiebei stark zurückgenommen werden, so dass sie nur mit einer definierten Grundfunktionalität ausgestattet würden. Auf freiwilliger Basis könnte aber die Möglichkeit auf Funktionserweiterung bestehen. Weiters würde bei dieser Minimalvariante die genaue, zeitnahe Übermittlung der Verbrauchserfassung aus Datenschutzgründen nur einmal im Monat erfolgen und nicht in viertelstündlichen Intervallen. Aufgrund der im EU-Vergleich strengeren vorgeschriebenen technischen Mindeststandards würden in Österreich eigene Zähler zum Einsatz kommen.

„Da die Systementscheidung durch die EU-Richtlinie bevorsteht, muss für die Verbraucher Rechtssicherheit herrschen“, betonen die freiheitlichen Mandatare unisono. Die Vorteile der „Smart Meter“ mit einer bloßen Grundausstattung seien grundsätzlich nachvollziehbar und würden zum Beispiel bei einem Anbieterwechsel oder bei Übersiedelung eine exakte Abrechnung zum Stichtag ermöglichen, so Hofer und Deimek abschließend.