NAbg. DI Deimek: Sebastian Kurz betreibt Kriegsrhetorik gegen Russland

ÖVP-Außenminister sollte sich nicht an den Schlafwandlern des Jahres 1914 orientieren

In seinem heute erschienenen Interview im „Kurier“ spricht Außenminister Sebastian Kurz von einem „Energiemachtkampf zwischen Russland und der EU“. „Diese Kriegsrhetorik ist völlig inakzeptabel. Sebastian Kurz sollte sich nicht an den Schlafwandlern des Jahres 1914 orientieren“, kommentiert der FPÖ-Nationalratsabgeordnete Gerhard Deimek, der auch Mitglied im Energiebeirat im Wirtschaftsministerium ist.

Russland beliefert den Westen seit Jahrzehnten zuverlässig mit Öl und Gas. „Diese Verflechtungen sind eine Voraussetzung für Stabilität. Handel und Politik müssen voneinander getrennt werden, Sanktionen und aggressive Rhetorik führen in die Konfrontation“, kritisiert Deimek. „Dieses Gerede eines energiepolitischen Konfliktes bereitet den Boden für Entwicklungen, die sich niemand wünschen kann“, mahnt Deimek mehr historisches Bewusstsein ein. „Wir sollten außerdem nicht Wachstum und Sicherheit gegen bullige Rhetorik eintauschen. Wir sind auf Energielieferungen aus Russland angewiesen, daran wird sich in der nächsten Zeit nicht viel ändern. Ich darf Herrn Kurz bitten, die Interessen Österreichs nicht aus den Augen zu verlieren“, schließt Deimek.