NAbg. DI Deimek zu Gaslieferungen an die Ukraine: Österreich muss neutrale Energiepolitik betreiben!

Gekünstelte EU-Gaswaffe gegen Russland ist gefährliche Entwicklung

Europa wird die Ukraine verstärkt mit Erdgas beliefern. „Wenn Barroso die Energieimporte der Ukraine mit Europäischem Gas diversifizieren will, muss man sich grundsätzliche Fragen stellen. Hier wird Energiepolitik zu Geopolitik und Parteinahme“, kritisiert der FPÖ-Nationalratsabgeordnete Gerhard Deimek, der auch Mitglied im Energiebeirat und im Energielenkungsbeirat beim Wirtschaftsministerium ist.

Über die Vojany-Pipeline werden große Mengen von Erdgas aus europäischen Beständen in die Ukraine fließen. EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso begrüßt diese vermeintliche Diversifizierung offiziell. „Die Europäische Union ergreift immer stärker Partei für die Ukraine. Wenn ich an die Bilder einer Ehrung für Stepan Bandera und die vielen Teilnehmer denke, kommen mir immer weitere Zweifel an dieser fragwürdigen Partnerschaft“, kritisiert Deimek diese eindimensionale Politik. „Österreich ist ein neutrales Land und ebenso neutral hat unsere Energiepolitik gestaltet zu sein. Ich möchte, dass unsere Menschen und unsere Industrie mit Energie versorgt sind. Jetzt eine gekünstelte EU-Gaswaffe gegen Russland zu richten markiert eine gefährliche Entwicklung“, warnt Deimek.