NAbg. DI Deimek zur aktuellen Enthüllung: Sebastian Kurz in Erklärungsnot

Frieren wir im Winter für Obama und die CIA – oder müssen wir am Ende etwa Zwentendorf aktivieren?

Ein Papier des EU-Parlaments bringt Außenminister Sebastian Kurz in Erklärungsnot. Die „Generaldirektion für externe Politikbereiche“ schildert Maßnahmen für den Fall eines Ausfalls russischer Energielieferungen. „Dem Papier zufolge würden wir alle für die Interessen der USA einen kalten Winter erleben. Und die Industrie sollte abgeschaltet werden. Warum hat Sebastian Kurz die Menschen über die Folgen seiner Politik im Unklaren gelassen?“, kritisiert der FPÖ-Nationalratsabgeordnete Gerhard Deimek.

Sebastian Kurz zeichnete in einem Interview das Schreckgespenst eines energiepolitischen Machtkampfes zwischen Russland und der EU. Gleichzeitig wollte er darin eine Chance zur verstärkten Etablierung erneuerbarer Energien erkennen. „Allerdings sprechen Dokumente der EU leider eine andere Sprache“, kritisiert Deimek, der auch Mitglied im Energiebeirat des Wirtschaftsministeriums ist. Die „Generaldirektion für externe Politikbereiche möchte im Ernstfall Industriebetriebe stilllegen, die Menschen zwingen ihre Raumtemperaturen zu drosseln und als Draufgabe die Atomkraft ausbauen, wie der „Kurier“ berichtet.

„Das alles, damit die EU und Sebastian Kurz Russland die kalte Schulter zeigen können. Mir dämmert schon, weshalb Kurz den Österreichern das nicht mitteilen wollte“, fordert Deimek eine offizielle Stellungnahme seitens des Außenministers. „Ich denke nicht, dass die Menschen arbeitslos werden wollen und frieren möchten, damit wir wirtschaftliche Stellvertreterkriege für die USA führen können. Was hier an Desinformation passiert, lässt sich kaum mehr in Worte fassen. Sollen wir am Ende etwa Zwentendorf aktivieren, wenn die angelsächsische Achse das möchte?“, hinterfragt Deimek.