NAbg. Ing. Hackl & Schneeweiß: Erstaufnahmezentrum Thalham überbelegt

FPÖ für Schließung des EAZ in Tourismusregion

Nicht nur das Erstaufnahmezentrum Traiskirchen in Niederösterreich Platz aus allen Nähten. Auch das Erstaufnahmezentrum West in St. Georgen/Thalham überschreitet um ein Drittel die versprochene Maximalbelegung. Derzeit sind rund 190 Asylwerber im Aufnahmezentrum untergebracht. „St. Georgen und die Region stöhnen unter der Last, die sie mit dem EAZ zu tragen haben. Aber im Gegensatz zu Niederösterreich, wo sich mit dem Traiskirchner Bürgermeister an der Spitze alle Fraktionen gemeinsam gegen die Missstände zu wehren versuchen, ignoriert der St. Georgener VP-Bürgermeister Auzinger die Problematik“, kritisiert der freiheitliche Gemeindevorstand Franz Schneeweiß.

„In der jüngsten Gemeinderatssitzung hat Bürgermeister Auzinger eine Anfrage der FPÖ über den aktuellen Stand der Belegzahlen erst nach mehrmaligem Nachfragen beantwortet. Auch ist er nicht bereit, sich bei seinen Parteikollegen dafür einzusetzen, dass der Vertrag über die maximale Belegzahl von 120 Personen eingehalten wird. Der mit dem Landeshauptmann und dem Innenministerium unterzeichnete Vertrag ist nicht einmal das Papier wert auf dem er steht“, kritisiert Schneeweiß die offenkundige Tatenlosigkeit des ÖVP-Bürgermeisters.

„Pro Jahr durchlaufen mehr als 3.000 Asylsuchende das EAZ West. Das führt zu Problemen im Ort und in der Region“, verweist FPÖ-Bezirksparteiobmann NAbg. Ing. Heinz Hackl auf die über alle Maßen beanspruchte Aufnahmeakzeptanz der Bevölkerung. „Die Bundesregierung, aber vor allem das Innenministerium sind aufgefordert, sich endlich ihrer Verantwortung gegenüber der heimischen Bevölkerung bewusst zu werden. Unser Ziel ist weiterhin, dass das EAZ Thalham in einer Tourismusregion geschlossen wird. Auch Landeshauptmann Pühringer soll sich seiner Verantwortung gegenüber der heimischen Bevölkerung bewusst werden. Die Bürger hier in der Region haben bereits viel geduldet. Die Zeit der leeren Versprechungen muss endlich ein Ende haben“, so die beiden FPÖ-Politiker.