NAbg. Kitzmüller: Altösterreichische Minderheit in Ukraine muss geschützt werden

Respekt statt Bandera-Kult

In der Ukraine lebt eine von Außenminister Sebastian Kurz vernachlässigte Minderheit. Zehntausende Altösterreicher leben in diesem Staat, der immer weiter auseinander zu driften scheint.

„Während Russland sich intensiv für die Rechte der russischen Minderheit im Osten einsetzt, bleibt die altösterreichische Minderheit der Karpatendeutschen ohne ideellen Fürsprecher und droht in der aufgeheizten Stimmung völlig zerrieben zu werden. Die historische Schutzmacht Österreich hat sich – wie so oft in gleichartigen Fällen – abgemeldet“, kritisiert die freiheitliche Vertriebenensprecherin und Nationalratsabgeordnete Anneliese Kitzmüller. „Die Ukraine ist ein multiethnischer Staat mit historisch gewachsenen Minderheiten. Ich würde mir wünschen, dass Sebastian Kurz angesichts des augenscheinlich aufkeimenden Chauvinismus klare Worte zur Lage in der Ukraine findet und die Interessen der dortigen Altösterreicher in seine Politik maßgeblich einfließen lässt“, fordert Kitzmüller eine andere Schwerpunktsetzung.

„Ich würde mir mehr gegenseitigen Respekt und weniger Provokation wünschen. Einseitige Parteinahme auf internationaler Ebene ist nicht zielführend. In diesem Klima braucht die altösterreichische Minderheit besondere Unterstützung. Die Ukraine darf nicht zum vor-autonomen Südtirol des Ostens werden“, schließt Kitzmüller.